Tourismus

Entwarnung: Der (Kunst)Schnee reicht bis Ostern

Mit Kunstschnee wurden zuletzt apere Stellen saniert, nun wird wieder Naturschnee prognostiziert.
Mit Kunstschnee wurden zuletzt apere Stellen saniert, nun wird wieder Naturschnee prognostiziert.Imago/Kristen-images.com
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Die hohen Februartemperaturen haben dem Schnee in den niederen Lagen zugesetzt, der Neuschnee kommt in vielen Skiorten gerade recht.

Der Schneefall der nächsten Tage kommt für die Skigebiete wie gerufen. Nicht weil dringend Nachschub auf den Pisten benötigt wird, sondern eher für die Optik. Schöne Bilder von tief verschneiten Wintersportorten sorgen verlässlich kurzfristig für zusätzliche Buchungen in den Skigebieten.

Vor allem tiefer gelegene Tourismusorte zeigten nach den konstant hohen Temperaturen im Februar neben den weißen Bändern der Pisten schon viele schneefreie Wiesen. „Wir erwarten am Freitag bis zu 25 Zentimeter Neuschnee“, freut sich Teresa Panzl von den Gasteiner Bergbahnen im Gespräch mit der „Presse“ über den prognostizierten Zuwachs.

„Palmen auf der Alm“

In Gastein ist die gesamte Skischaukel bis 7. April in Betrieb, eine Woche länger geht es in Sportgastein und am Stubnerkogel. „Wir haben genug Schneereserven“, zerstreut Panzl Sorgen, dass es mit dem Schnee bis Ostern knapp werden könnte, wenn es weiter ungewöhnlich warm bleibt. Mit Veranstaltungen wie „Palmen auf der Alm“ lockt Gastein gezielt die Frühlingsskifahrer auf die Pisten. Gut tut der Neuschnee in Gastein der Graukogel-Abfahrt, die als Naturschneegebiet wegen Schneemangel schon gesperrt werden musste.

Manchen Skigebieten, wie etwa dem Karkogel in Abtenau, setzte der warme Februar und der lange ausbleibende Naturschnee stark zu. Die Abtenauer mussten in ihrem zwischen 700 und 1.200 Meter Seehöhe gelegenen Skigebiet ausgerechnet in der Semesterferienwoche der Salzburger den Skibetrieb einstellen, weil die Piste davongeronnen war. Die Bahn läuft seither tageweise, um Wanderer auf den Berg zu bringen.

Heikle Talabfahrten

Sorgen, dass in den nächsten Wochen bis Ostern die Pisten leiden, muss man sich nicht machen. Die großen Skigebiete haben genügend technischen Schnee als Reserve angelegt, um auch einzelne Stellen, die aper werden, wieder perfekt zu präparieren. Heikel sind in den tieferen Regionen vor allem die Talabfahrten – wie in Annaberg im Gebiet Dachstein-West, wo die Piste ins Tal mangels Schnee dieser Tage gesperrt war.

In Saalbach, wo von 16. bis 24. März mit dem FIS Weltcup-Finale so etwas wie die Generalprobe für die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr stattfindet, herrscht kein Mangel an Schnee. Zwischen 50 und 120 Zentimeter ist die Schneehöhe auf den Pisten im Skicircus Saalbach-Hinterglemm Leogang. Der Zuwachs an Naturschnee wird von den Touristikern aber auch hier gern gesehen.

Und in den höher gelegenen Regionen – wie etwa in Obertauern - gab es in diesem Winter ohnehin immer Traumverhältnisse. Pünktlich zum Saisonstart fiel zusätzlich zur technischen Beschneiung reichlich Naturschnee. Und auf mehr als 1.700 Meter Seehöhe setzten auch die ungewöhnlichen Februartemperaturen dem Schnee nicht allzu sehr zu. Es gibt eine gute Unterlage für den Neuschnee.

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