Migration

Lettland registriert wieder mehr Migranten an der Grenze zu Belarus

Der Grenzübergang zwischen Belarus und Lettlands nördlichem Nachbarn Litauen bei Kotlowka.
Der Grenzübergang zwischen Belarus und Lettlands nördlichem Nachbarn Litauen bei Kotlowka. Imago / Viktor Tolochko
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Der lettische Grenzschutzchef sieht einen Zusammenhang mit dem wärmeren Wetter. Lettland beschuldigt Belarus, Migranten gezielt an die Grenze zu bringen, um ein Druckmittel zu schaffen.

Lettland registriert mit dem einsetzenden Frühling wieder mehr Migranten, die unerlaubt vom Nachbarland Belarus aus die Grenze zu dem EU- und NATO-Land überqueren wollten. „Jänner und Anfang Februar könnte man als ruhig bezeichnen. Die vergangenen Tage aber zeigen, dass die Zahl der Verstöße wieder zunimmt“, sagte Grenzschutzchef Guntis Pujats am Montag im lettischen Fernsehen.

Demnach hat es im März bereits 46 illegale Grenzübertrittsversuche gegeben - nach insgesamt 75 im Februar. Pujats führte dies auf das wärmere Wetter zurück. „Der kalte Winter hat abschreckend gewirkt“, sagte er.

172 Kilometer lange Grenze zu Belarus

Lettland hat im Osten eine rund 172 Kilometer lange Grenze zu Russlands engem Verbündeten Belarus, die Teil der EU-Außengrenze ist. Genau wie Polen und Litauen beschuldigt der baltische Staat den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Migranten an die EU-Außengrenze zu bringen. Dies werde von den belarussischen Behörden geduldet oder sogar gezielt gefördert, um ein politisches Druckinstrument zu schaffen.

Im vergangenen Jahr hat Lettland nach eigenen Angaben mehr als 13.000 Migranten daran gehindert, aus Belarus kommend die grüne EU-Grenze zu überqueren - gegenüber knapp 5300 im Jahr 2022. Angesichts des starken Anstiegs hat die Regierung in Riga den Schutz der Grenze verstärkt. So wurde ein Zaun errichtet und der Grenzübergang Silene geschlossen. (APA/dpa)

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