UNO

Mehr als 40 Staaten fordern internationale Untersuchung von Nawalny-Tod

Ein Bild vom Friedhof Borisowskoje bei Moskau vom 1. März, dem Tag des Begräbnisses von Alexej Nawalny.
Ein Bild vom Friedhof Borisowskoje bei Moskau vom 1. März, dem Tag des Begräbnisses von Alexej Nawalny.Imago / Andrei Bok
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Während viele Staaten die Todesursache des Kremlkritikers als für ungeklärt halten, spricht Russland von einem „natürlichem Tod“.

Nach dem Tod des prominenten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem russischen Straflager haben mehr als 40 Staaten eine unabhängige internationale Untersuchung gefordert. Russland müsse eine „unabhängige und transparente internationale Untersuchung seines plötzlichen Todes zulassen“, erklärte EU-Botschafterin Lotte Knudsen am Montag im Namen von 43 Staaten vor dem UNO-Menschenrechtsrat. Der 47-jährige Nawalny war am 16. Februar in einem Straflager gestorben.

Nach Angaben der russischen Behörden saß er in dem Lager in der Arktis eine 19-jährige Haftstrafe ab. Den Angaben zufolge starb Nawalny eines „natürlichen Todes“, die genauen Umstände sind allerdings weiter unklar. Seine Anhänger und zahlreiche westliche Politiker machen die russische Führung und Kreml-Chef Wladimir Putin für den Tod des Oppositionellen verantwortlich. Moskau weist die Anschuldigungen zurück.

Leichnam blieb lange in Obhut der Behörden

Nach Nawalnys Tod hatten sich die Behörden acht Tage lang geweigert, den Leichnam an dessen Angehörige zu übergeben. Diese vermuteten dahinter einen Versuch, die Beteiligung der Behörden an dessen Tod zu vertuschen. Am Freitag war Nawalny schließlich in Moskau beerdigt worden, zahlreiche Anhänger waren trotz Warnungen der Behörden zu der Zeremonie geströmt. (APA/AFP)

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