Lieferkettengesetz

Europas Firmen steht Bürokratielawine bevor - ein Experte warnt: „Im Extremfall gibt es 900 Millionen Überprüfungen“

Unternehmen in der EU müssen bald genauer hinschauen, von welchen Zulieferern sie kaufen (Archivbild).
Unternehmen in der EU müssen bald genauer hinschauen, von welchen Zulieferern sie kaufen (Archivbild). Bloomberg
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Aufgrund der eben beschlossenen EU-Richtlinie müssen Europas Unternehmen künftig kontrollieren, ob ihre Geschäftspartner im Rest der Welt Menschenrechte einhalten. Dass kleinere Firmen davon ausgenommen sind, stimmt in der Praxis nicht. Worauf müssen diese also gefasst sein?

Gegen den Widerstand mehrerer Länder, darunter Deutschland und Österreich, haben sich die EU-Staaten am Freitag auf ein Lieferkettengesetz verständigt. Demnach sollen Unternehmen in der EU künftig kontrollieren, ob ihre Geschäftspartner in Drittstaaten menschenrechtliche Standards einhalten – oder ob sie zum Beispiel Kinder oder Zwangsarbeiter beschäftigen.

Die Richtlinie muss nun noch das EU-Parlament passieren und dann von den einzelnen Staaten in nationales Recht umgesetzt werden. Je nach Unternehmensgröße soll es drei- bis fünfjährige Übergangsfristen geben, die mit der Veröffentlichung der Richtlinie im Amtsblatt beginnen.

Doch was kommt da auf einheimische Unternehmen zu?

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