Am Herd

Wie man mit Puzzles Liebeskummer bekämpft

Meine Tochter hat Liebeskummer. Das heißt, wir sitzen stundenlang um ein 1000-teiliges Puzzle herum, und ich habe keine Ahnung, wie wir den Himmel schaffen sollen.

Liebeskummer ist scheiße. Ich lasse das jetzt einmal so stehen. Kein Grund, ein schöneres Wort dafür zu finden, und manchmal ist ein bisschen Derbheit befreiend. Scheiße, Scheiße. Ich könnte jetzt auch ein paar böse Wörter über das Objekt des Liebeskummers fallen lassen, aber das spare ich mir. Sie liebt ihn nämlich noch.

Sie liebt ihn nämlich noch, und deshalb sitzen wir auf dem Parkettboden des Wohnzimmers, vor uns 1000 Teile eines Puzzles ausgebreitet. 1000! Und das uns, die wir noch nie gepuzzelt haben, also ich noch nie (das heißt, soweit ich mich erinnern kann) und die Kinder nicht mehr, seit sie Kinder waren, also richtige Kinder, nicht nur für meinen Mann und mich.

Den Rand haben wir geschafft

Es ist ein schönes Puzzle. Es zeigt die „Große Welle“ von Hokusai, das ist sozusagen der japanische Klimt, und die „Welle“ ist sein „Kuss“. Meine Tochter hat das Puzzle für nur 13,90 Euro gekauft, und die andere Tochter hat bestimmt, dass wir die Vorlage nicht anschauen dürfen, als ob 1000 Teile nicht herausfordernd genug wären. Ich bin also auf mein Gedächtnis angewiesen, und das ist offenbar zu schlecht für die „Welle“. Ich habe erst jetzt entdeckt, dass Menschen darauf abgebildet sind, sie sitzen in langen, dünnen Booten und werden vom wilden Meer hin und her geworfen. Man kann nur sagen: gut ausgesucht.

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