Geldanlage

Die Österreicher entdecken nun das Sparbuch wieder

Wohin mit den Euros?
Wohin mit den Euros?IMAGO/Christoph Hardt
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Die Fondsbranche beginnt einen Wandel bei den Sparern zu bemerken. Als Informationsquelle für Anleger bleiben übrigens die Banken die Nummer eins. Aber auch eine andere Informationsquelle gewinnt an Bedeutung.

Infolge der gestiegenen Zinsen ist das Sparbuch wieder attraktiver geworden, was auch die Fondsbranche merkt. „Die unklaren konjunkturellen Aussichten, die geopolitischen Spannungsfelder, aber auch die gestiegene Attraktivität des Sparbuchs bremsten das Engagement der Anleger“, erklärte Thomas Loszach, Vorstand der Vereinigung ausländischer Investmentgesellschaften in Österreich (VAIÖ), vorige Woche.

Das österreichische Fonds­volumen der Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften (VWGs) erhöhte sich im ersten Quartal 2024 um rund vier Prozent auf 209,5 Milliarden Euro. Die Nettomittelzuflüsse von 1,2 Mrd. Euro entfielen zur Gänze auf institutionelle Anleger.

In den vergangenen Monaten ging es an vielen Börsen bergauf. „Auf den Aktienmärkten sind die USA heuer nicht mehr das Maß der Dinge, Europa und Japan holen auf“, sagte Heinz Bednar, Präsident der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG). Seit Jahresbeginn performten Aktienfonds der Eurozone mit 12,4 Prozent am besten, gefolgt von Aktienfonds aus Japan mit 11,2 Prozent.

Die Branche bestätigte auch den Trend zu passiven Indexfonds (ETF). Weiter ein Thema sind Investments in umweltfreundliche Unternehmen.

Eine im Auftrag der VÖIG durchgeführte Umfrage von Integral zeigt, dass 47 Prozent der Befragten dem Thema Geldanlage in Form von Fonds, Aktien und Anleihen positiv bis sehr positiv begegnen. Bei der letzten Erhebung 2022 waren es 35 Prozent. Die Bedeutung der Beratung in der Bank als Informationsquelle zu Geldanlagen sei leicht zurückgegangen, bleibe aber immer noch die wichtigste Informationsquelle. An Bedeutung gewonnen hätten Zeitungen und Zeitschriften. (APA)

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