Verkehrswende à la française

In Paris gibt es jetzt mehr Räder als Autos

Paris gehört den Radlern
Paris gehört den RadlernIMAGO/Geyres Christophe/ABACA
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Seit Jahren treibt Paris die Verkehrswende voran. Jetzt gibt es einen kleinen Sieg zu feiern: Pkws wurden erfolgreich in die zweite Spur gedrängt.

In Paris übernehmen offenbar die Fahrräder die Boulevards. Der Pkw hat den Spitzenplatz in der Riege der Fortbewegungsmittel offenbar verloren. Aus einer Befragung des Stadtplanungsinstituts Paris Region geht hervor, dass nur noch 4,3 Prozent der Wege in der französischen Hauptstadt mit dem Auto zurückgelegt werden. Das Fahrrad kommt demnach auf 11,2 Prozent. „Wer hätte vor zehn Jahren vorhersagen können, dass das Fahrrad das Auto überholen würde. Doch es ist passiert“, sagte der für Verkehr zuständige stellvertretende Bürgermeister David Belliard auf X. Zum Vergleich: Auf Wien umgelegt sehen wir eine Verteilung von 10 Prozent Radfahrern zu 26 Prozent Autofahrern (Stand 2023).

Pariser Verkehrswende

In Paris wird jedenfalls für ausreichend Platz für den Radverkehr gesorgt. Im Zentrum von Paris soll der Autoverkehr bald weiter eingeschränkt werden, damit Bewohner und Touristen ungestörter zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs sein können. Bis Anfang kommenden Jahres werde im Herzen der französischen Hauptstadt eine verkehrsberuhigte Zone geschaffen, in der der Platz für den Autoverkehr drastisch reduziert werde. Auch ein neuer Verkehrskodex wird aktuell erarbeitet.

Seit Jahren treibt die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo die Verkehrswende in Paris voran. Uferstraßen an der Seine wurden bereits für Autos gesperrt und für Fußgänger zugänglich. Die Zahl der Radwege wächst laufend, neue Grünflächen werden angelegt und im Stadtgebiet wurde fast überall Tempo 30 eingeführt. (sh)

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