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Ruandas Wandel: „Maillot Jaune“ statt Macheten

Rundfahrten begeistern in Kigali.
Rundfahrten begeistern in Kigali. Getty
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Vor 30 Jahren war Ruanda noch Schauplatz eines brutalen Genozids. Nun schickt sich das zentralafrikanische Land mit Präsident Paul Kagame an, zur sportlichen Regionalmacht aufzusteigen.

Als das Fahrerfeld zur achten und letzten Etappe der diesjährigen Ruanda-Rundfahrt in Kigali aufbrach, säumten Hunderttausende Zuschauer die Straßen der Hauptstadt. 650 Kilometer steckten den Fahrern bereits in den Knochen, Gebirgspässe und staubige Pisten, die durch die pittoreske Landschaft von Teeplantagen und Nationalparks in schwülheißer Tropenluft führten. Allein, für Naturbeobachtungen im „Land der 1000 Hügel“ blieb den Radprofis keine Zeit.

Bis sich der Führende im Gelben Trikot, der Brite Joseph Blackmore im Team von Israel-Premier-Tech, mit einem Wheelie auf der Ziellinie über seinen Gesamtsieg freuen durfte, mussten er und das Peloton noch über die Mur de Kigali hetzen, eine knapp 500 Meter lange Kopfsteinpflasterrampe mit einer Steigung von bis zu 17 Prozent.

1994 tobten die Hutu

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