Burma/Myanmar

Der vergessene Krieg für die Demokratie: Wie Burmas Widerstandskämpfer die Junta verdrängen

Eine Widerstandskämpferin und ihre Einheit der Mandalay People’s Defense Forces im Einsatz in Nordburma.
Eine Widerstandskämpferin und ihre Einheit der Mandalay People’s Defense Forces im Einsatz in Nordburma. APA/AFP/Str
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In Burma (Myanmar) findet einer der derzeit blutigsten Konflikte der Welt statt: Im Schatten der Weltöffentlichkeit kämpfen junge Frauen und Männer erbittert gegen die brutale Militärdiktatur: Gespräche mit Menschen in Burma.

Plötzlich sind die jungen Menschen verschwunden. „Nicht einmal in Einkaufszentren sieht man Jugendliche, dort treffen sie sich sonst immer“, schildert H. der „Presse am Sonntag“. Die junge Frau lebt in Yangon, der vor gar nicht langer Zeit noch boomenden burmesischen Metropole, bekannt für ihre Lebendigkeit und glitzernden Pagoden. Doch die Junta hat alle Fröhlichkeit erstickt, als sie sich im Februar 2021 zurück an die Macht putschte. Und auf friedliche Demonstranten schoss, um die Demokratisierung im südostasiatischen Burma (Myanmar) mit Gewalt zu beenden.

„Das sind dunkle Zeiten“, sagt H., die ihren Namen nicht veröffentlicht sehen will. „Die dunkelsten Zeiten, die mein Land erlebt hat.“ Junge Menschen blieben daheim, aus Angst, vom Militär erwischt und an die Front geschickt zu werden: Seit April müssen alle Männer bis 35 Jahren und Frauen bis 27 Militärdienst leisten, um gegen den pro-demokratischen, bewaffneten Widerstand im Dschungel zu kämpfen. Es kursieren Berichte, dass Soldaten Jugendliche auf offener Straße kidnappen. Auch junge Mediziner oder Ingenieure will die Armee einziehen. Zudem verweigert das Regime neuerdings Ausreisegenehmigungen. Einkünfte aus Auslandsjobs sind aber für viele überlebenswichtig.

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