René Benko

Was die Aufklärung der Signa-Misere verhindert

Sogar diese Schneekugel musste versteigert werden. Der Wunsch nach restloser Aufarbeitung zur Signa steht zwar im Raum. Aber wirklich durchschütteln lässt sich das österreichische System nicht.
Sogar diese Schneekugel musste versteigert werden. Der Wunsch nach restloser Aufarbeitung zur Signa steht zwar im Raum. Aber wirklich durchschütteln lässt sich das österreichische System nicht. Gilbert Novy/www.picturedesk.com
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Trotz monatelanger Untersuchungen bei dem zusammengebrochenen Immobilienkonzern Signa sind noch immer viele Fragen offen. Die Antworten verschluckt das österreichische System. Was und wer die Wahrheit verschleiert.

Ein unerträglicher Gestank breitet sich aus, von der Hofburg und vom Ballhausplatz und dem Parlament über dieses ganze verluderte und verkommene Land. Dieser kleine Staat ist ein großer Misthaufen.“ Wäre Thomas Bernhard Zeuge der Skandale wie Hypo Alpe Adria, Commerzialbank, Wirecard oder der Ibiza-Affäre, würde der Schriftsteller wohl gleich einen zweiten Teil des Stücks „Heldenplatz“ ersinnen.

Es ist flagrant, dass Signa und der Unternehmensgründer-Typus René Benko nicht als Ausnahmen abgetan werden können. Noch während des Zusammenbruchs des Immobilienkonzerns stellt sich die Nation die Frage: Wie konnte es so weit kommen? Wieder einmal. Auch wenn die Vertreter der Justiz, der Wirtschaft und der Verwaltung vor gleich mehreren Nova stehen, das Prinzip dahinter ist nur allzu vertraut: das System Österreich. Wird es auch diesmal dafür sorgen, dass nicht alle Fragen restlos aufgeklärt werden?

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