Eishockey-WM

David Kickert: Die rote Linie ist sein Arbeitsplatz

David Kickert griff sogar ohne Fanghandschuh nach dem Puck. Der Gegner traf ihn mit dem Stock „nur“ auf der Maske.
David Kickert griff sogar ohne Fanghandschuh nach dem Puck. Der Gegner traf ihn mit dem Stock „nur“ auf der Maske.GEPA pictures / Daniel Goetzhaber
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Bei der Eishockey-WM in Prag versucht Österreich den Klassenerhalt zu schaffen, nach zwei Spielen stehen allerdings zwei Niederlagen zu Buche. Beim 5:6 gegen die Schweiz brillierte Torhüter David Kickert mit Reflexen, Paraden und der genauere Blick auf diesen Job offenbart den Spagat zwischen Kraft und Geschick.

Prag. Es gibt dankbarere Jobs als sich einem Puck, der mit 150 km/h geflogen kommt, entgegenzustellen. Oder einem 100 Kilogramm schweren Kanadier, der sich völlig unbekümmert in die Eishockeyschlacht wirft, die Stirn zu bieten. Für den Wiener David Kickert gibt es trotzdem kaum Schöneres, der 30-Jährige erfüllt sich damit seinen Traum obschon er trotz der besten Reflexe nicht immer als Sieger vom Eis fahren wird. Schon gar nicht bei der A-WM in Prag, bei der Österreich nach dem 1:5 gegen Dänemark auch der Schweiz nach beachtlichem Widerstand mit 5:6 unterlegen war. Am Dienstag wartet Titelverteidiger Kanada, die Höhe des Ahornblatt-Erfolges hängt gewissermaßen auch von Kickert ab.

Ob Schuss, Schlenzer, Schupfer, Gestocher im Torraum: Torhüter dürfen mit Schonern, Stock, Fangarm, Körper und Paraden keinesfalls zimperlich sein. „Wir trainieren die einzelnen Situationen aber auch immer wieder“, sagt Kickert der „Presse“ in der Mixed-Zone der O2-Arena und grinst. Es passiert selten, dass eine Mannschaft sechs Tore kassiert und der Tormann trotzdem im Rampenlicht steht. Zig Chancen pariert, über 83 Prozent Fangquote, es gibt freilich bessere; der bei Salzburg hinter dem Finnen Atte Tolvanen als Nummer 2 gesetzte Keeper (2017 Meister mit den Capitals, danach u. a. bei Augsburg) wirkte happy.

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