Staatenbeziehung

Gefährdet René Benko Österreichs Draht zu Abu Dhabi?

Der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wusste für gute Beziehung mit Kronprinz von Abu Dhabi, Mohammed Bin Zayed al Nahyan, zu sorgen und schenkte dessen Tochter im März 2019 einen Lipizzaner-Hengst. Am Tier sehr präsent ist auch die OMV-Tochter Borealis.
Der ehemalige Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wusste für gute Beziehung mit Kronprinz von Abu Dhabi, Mohammed Bin Zayed al Nahyan, zu sorgen und schenkte dessen Tochter im März 2019 einen Lipizzaner-Hengst. Am Tier sehr präsent ist auch die OMV-Tochter Borealis.Picturedesk / Helmut Fohringer
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Das reichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate pflegt seit Jahren enge Beziehungen zur Republik und ihren Unternehmen wie der OMV. Sorgen der Signa-Konkurs und das damit verlorene Geld für Verstimmungen?

Wien. Es geht längst nicht mehr ums Geld. Davon hat die Familie Nahyan in Abu Dhabi reichlich. Ihr Vermögen, das bei 280 Milliarden Euro liegen soll, stecken die vielen Söhne einerseits in Aktien von Energie- oder Tech-Unternehmen und andererseits in Liebhaberprojekte wie Fußballklubs oder Modemarken. Und eben auch in den von René Benko gegründeten Immobilienentwickler Signa.

Die Familie um Kronprinz Mohamed bin Zayed Al Nahyan, Präsident des Emirats, hat bei den Regierungsgeschäften das Sagen. Schon der Staatsfonds Mubadala allein klagt seine Signa-Investitionen beim Internationalen Schiedsgerichtshof ICC in Paris auf 713 Millionen Euro ein, weil entgegen den Vereinbarungen Vermögen veräußert worden sei. Unabhängig davon hat die Familie aber auch ihr privates Geld an Benko verliehen.

Nun zitiert die deutsche Wochenzeitung „Spiegel“ eine anonyme Person damit, dass Benko sich „Bodyguards“ nehmen müsse, weil die „Scheichs“ dermaßen gekränkt seien. „Der Nahyan-Clan habe eine Armada an Leuten ausgeschickt, um bei Benko Geld aufzuspüren“, schreibt die Zeitung.

Verhandlungston wird rauer

„Das ist nicht die Tonalität des Königshaus“, sagt eine mit der Sache vertraute Person in Abu Dhabi zur „Presse“.

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