Diplomatie

Terrorgefahr: Wien und Ankara wollen „rotes Telefon“

Außenminister Alexander Schallenberg reist am Montag in die Türkei, um Gespräche über Migration und internationale Konfliktherde zu führen. (Archivbild)
Außenminister Alexander Schallenberg reist am Montag in die Türkei, um Gespräche über Migration und internationale Konfliktherde zu führen. (Archivbild)Reuters / Johanna Geron
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Wenn es um Migration, Gaza und Ukraine geht, kommt man an der Türkei nicht vorbei. Schallenberg begann eine zweitägige Visite.

Nachdem Alexander Schallenberg würdig-gemächlich den Löwenweg hinauf ins Mausoleum abgeschritten hatte – das Tempo gaben die Soldaten vor – und dort einen Kranz für den türkischen Staatsgründer Kemal Atatürk niedergelegt hatte, trug sich der Außenminister ins Gedenkbuch ein. Schallenberg erinnerte auch an das „Anwerbe-Abkommen“. 60 Jahre ist es her, dass Österreich und die Türkei die Gastarbeiter-Vereinbarung getroffen haben. Bei Schallenbergs Ankara-Visite stand das Thema Einwanderung zwar auf der Agenda, aber anders als 1964. Die Türkei spielt heute eine wichtige Rolle, um illegale Migration aus dem Nahen Osten zu verhindern, Stichwort EU-Flüchtlingsdeal. Zugleich wollen die Länder auch in der Terrorabwehr stärker kooperieren: „In Wirklichkeit braucht es ein direktes rotes Telefon zwischen den Diensten“, sagte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Montag nach einem Treffen mit dem türkischen Innenminister Ali Yerlikaya. Auch eine Delegation des Innenministeriums um Franz Ruf, den Generaldirektor für öffentliche Sicherheit, ist zurzeit in der Türkei unterwegs.

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