Wettbewerb

Europe First! Aber wie soll das gehen?

Kommen Österreichs neue Dienstwägen aus China? Schon die Idee regt offenbar auf.
Kommen Österreichs neue Dienstwägen aus China? Schon die Idee regt offenbar auf. APA
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Europa will wieder eine (grüne) Industriemacht werden. Im Wettstreit mit China und den USA braucht es die Protektionismus-Keule aber nicht. Es gibt elegantere Lösungen.

Wien. Die Industrie will es. Die Umweltschützer wollen es. Die Politik will es. Ja, selbst die Globalisierungskritiker von Attac und die Katholische Aktion wollen es. Sie alle sind sich einig wie selten: Europa muss aus dem industriepolitischen Dornröschenschlaf erwachen und seine Unternehmen stärker für den globalen Wettbewerb rüsten. Neun von zehn Österreicherinnen und Österreichern, die im Auftrag des Kontext-Institut für Klimafragen befragt wurden (Sample 1000) sehen es genauso. Sie fordern, dass die Union mehr unternimmt, um sich wirtschaftlich gegen die USA und China durchzusetzen. Der Kontinent kann und will nicht länger dabei zusehen, wie nur alle anderen von Europas grüner Wende profitieren.

Heute erwirtschaftet die Industrie in Europa ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts, vor dreißig Jahren waren es noch fast 30 Prozent. Die Abhängigkeit von China ist gerade bei grünen Zukunftstechnologien enorm. Nicht umsonst haben sich die EU-Mitglieder daher im „Net Zero Industry Act“ darauf verständigt, mehr grüne Fabriken nach Europa zu holen. Doch um Washington und Peking Paroli bieten zu können, reicht diese luftige Willensbekundung nicht aus. Und so wird heftig gestritten, was Brüssel tun kann, um endlich ernsthaft in den Wettlauf einsteigen zu können. Chinesische Waren einfach verbieten? Oder doch um Milliarden an Steuergeld eigene „grüne Champions“ aus dem Boden stampfen?

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