Eishockey-WM

Eishockey-Zwerg Österreich sorgt für Sensation gegen Kanada

Peter Schneider wehrte sich mit allen Mitteln der Kunst gegen Kanadas Topstar Connor Bedard.
Peter Schneider wehrte sich mit allen Mitteln der Kunst gegen Kanadas Topstar Connor Bedard.APA / AFP / Michal Cizek
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Österreich belohnt sich mit einer grandiosen Aufholjagd gegen Topfavorit Kanada. Beim Stand von 1:6 schien alles entschieden, dann aber kippte die Partie und Team Austria schaffte den 6:6-Ausgleich samt historischem Punktgewinn bei einer A-WM. Nach 15 Sekunden der Overtime war alles verloren, siegte der Titelverteidiger mit 7:6.

Prag. Es gibt historische Momente auf einer Eisfläche. Dass Österreichs Eishockeyteam bei der A-WM in Prag gegen Kanada unterlegen sein würde, davon war auszugehen. Die Unterschiede schien gar zu groß: da Kanada, die Puck-Hochburg als Titelverteidiger, da das kleine „Austria“, das bloß nach dem Klassenerhalt lechzt. Und dann passierte schier Unglaubliches: Kanada führte mit 6:1, alles schien entschieden – und dann drehte Österreich groß auf, und glich zum 6:6 aus. Österreich spielte in der Overtime gegen den Titelverteidiger. Eine historische Partie, ein großartiger, unerwarteter Punktgewinn.

Die Torschützen: Benjamin Nissner, Benjamin Baumgartner, Peter Schneider (2), Dominic Zwerger, Marco Rossi. In Zahlen: 21 Schüsse, sechs Tore. Unglaublich.

Kanada wankte, tatsächlich brachte der Außenseiter den Favoriten komplett aus der Spur. Wenn so eine Spielweise auch gegen Norwegen oder Großbritannien gelingt, ist der erhoffte Klassenerhalt realistisch. Dass Ahornblatt-Veteran John Tavares nach 15 Sekunden der Overtime den 7:6-Sieg sicherstellte, konnte die Freude nicht dämpfen.

Kanada - Österreich 7:6 n.V. (3:1, 3:0, 0:5; 1:0). Prag, Tore: Cozens (7.), Guhle (10.), Byram (14.), McCann (23.), Bedard (30.), Dubois (38.), Tavares (61.) bzw. Nissner (11.), Baumgartner (44.), Schneider (45., 56.), Zwerger (51.), Rossi (60./EN). Strafminuten: 4 bzw. 4.

Gefälschte Tickets

Bei der Eishockey-WM in Tschechien sind viele Fans auf gefälschte oder wiederholt verkaufte Tickets hereingefallen. In den ersten vier Tagen des Turniers habe man rund 300 derartige Fälle registriert, teilte die tschechische Polizei am Dienstag auf der Plattform X (vormals Twitter) mit. Der Gesamtschaden belaufe sich auf etwa 690.000 Kronen, umgerechnet rund 27.800 Euro.

Die Betrugsopfer bemerken den Schwindel demnach in der Regel erst, wenn das Drehkreuz am Stadioneingang den QR-Code auf ihrem Ticket nicht akzeptiert und eine Fehlermeldung erscheint. Am Reklamationsschalter erhalten die Betroffenen dann eine Bestätigung, mit der sie bei der Polizei Anzeige erstatten können.

An beiden Austragungsorten in Ostrava und in Prag, wo die Österreich-Spiele über die Bühne gehen, sind die Ordnungshüter unter anderem mit Experten für Cyberkriminalität vor Ort. Denn oft wurden die rechtswidrig weiterverkauften oder gefälschten Tickets auf Kleinanzeigen- und Wiederverkaufsplattformen im Internet erworben - nicht selten zu überhöhten Preisen.

(fin/apa)

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