Schifffahrt

Gewinn bei Reederei Hapag-Lloyd eingebrochen

Hapag-Lloyd hat zu Jahresbeginn einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.
Hapag-Lloyd hat zu Jahresbeginn einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen.Imago / Jochen Tack
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Der Betriebsgewinn der größten Containerreederei Deutschlands fiel um gut 79 Prozent auf 365 Millionen Euro. Die Prognose wurde dennoch angehoben.

Hapag-Lloyd hat zu Jahresbeginn einen deutlichen Gewinnrückgang im Vergleich zu dem noch von der Corona-Sonderkonjunktur geprägten Vorjahresquartal hinnehmen müssen. Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel um gut 79 Prozent auf 365 Millionen Euro, wie Deutschlands größte Containerreederei am Mittwoch mitteilte.

„Auch wenn unsere Ergebnisse aufgrund der Normalisierung der Lieferketten deutlich unter den außergewöhnlich starken Vorjahreswerten liegen, sind wir erfreulicherweise gut in das neue Jahr gestartet“, erklärte Konzernchef Rolf Habben Jansen. Die Frachtraten hätten sich aufgrund einer höheren Nachfrage und wegen der Umleitung von Schiffen um das Kap der Guten Hoffnung stabilisiert.

Kein Verlustjahr erwartet

Mit dem Ergebnis des ersten Quartals sieht sich Hapag-Lloyd außer Gefahr, beim EBIT 2024 in die roten Zahlen zu rutschen. Das Unternehmen geht nun davon aus, im Gesamtjahr eine schwarze Null bis hin zu einer Milliarde Euro zu erreichen. Im März hatte die Nummer fünf der internationalen Container-Schifffahrt auch noch ein Minus von einer Milliarde Euro für möglich gehalten. Doch auch die aktualisierte Prognose ist laut Hapag-Lloyd wegen schwankender Frachtraten und der weltpolitischen Lage noch mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, dass ein Großteil des prognostizierten Ergebnisses im ersten Halbjahr erwirtschaftet wird.

Habben Jansen hatte Ende April gesagt, er rechne mit einem Ende der Krise im Roten Meer noch im laufenden Jahr. Hapag-Lloyd hat - wie andere Großreedereien auch - nach Angriffen von Houthi-Rebellen aus dem Jemen auf Frachter im Roten Meer seit Mitte Dezember praktisch keine Schiffe mehr durch das Rote Meer geschickt, sondern sie um die Südspitze Afrikas umgeleitet. Dies führt zu Verzögerungen, höheren Kosten und mehr CO₂-Ausstoß. Es ermöglicht den Reedereien aber auch, höhere Gebühren zu verlangen. (APA/Reuters)

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