Immobilien

China will leere Wohnungen aufkaufen

Die Wohnimmobilienverkäufe in China sind heuer stark eingebrochen.
Die Wohnimmobilienverkäufe in China sind heuer stark eingebrochen.Bloomberg/Raul Ariano
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Die Regierung in Peking soll in Erwägung ziehen, unverkaufte Immobilien zu erwerben. Damit will man den angeschlagenen Immobilienmarkt stützen.

China erwägt informierten Kreisen zufolge, auf Ebene der Lokalregierungen Millionen unverkaufter Wohnimmobilien im ganzen Land aufzukaufen. Es wäre der bisher ehrgeizigste Versuch, den angeschlagenen Immobilienmarkt zu stützen.

Wie zu hören ist, hat der Staatsrat mehrere Provinzen und Regierungsstellen um Rückmeldung zu dem noch im Entwurf befindlichen Plan gebeten. China hat bereits mit mehreren Pilotprogrammen zur Beseitigung überschüssiger Wohnungsbestände mithilfe staatlicher Mittel experimentiert. Der nun erörterte Plan wäre jedoch von wesentlich größerem Umfang.

Staatsunternehmen vor Ort würden gebeten, unverkaufte Häuser von notleidenden Bauträgern zu erwerben, hieß es. Dabei sollen Kredite staatlicher Banken zum Einsatz kommen. Der Kauf der Objekte soll mit hohen Preisabschlägen erfolgen, wie zwei darüber informierte Personen berichten. Viele der Immobilien würden dann in erschwingliche Wohnungen umgewandelt, hieß es.

Viele unverkaufte Liegenschaften

Die Einzelheiten des Vorhabens und seine Durchführbarkeit werden dem Vernehmen nach noch erörtert. Bis die Planungen fertiggestellt sind, könnte es noch Monate dauern, so es grünes Licht der Führung in Peking gibt. Das chinesische Wohnungsbauministerium reagierte nicht auf eine Bloomberg-Bitte um Stellungnahme.

Die Wohnimmobilienverkäufe in China sind in den ersten vier Monaten des Jahres um 47 Prozent eingebrochen. Der Bestand an unverkauften Objekten hat ein Acht-Jahres-Hoch erreicht. (Bloomberg)

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