Premier League

Manchester City serviert auf „Gewinn von Wimbledon“

Erling Haaland brachte City in eine gute Ausgangslage.
Erling Haaland brachte City in eine gute Ausgangslage. Reuters
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Der Titelverteidiger hat im Showdown alles in der eigenen Hand. Pep Guardiola warnte: „Das letzte Match ist aber immer das schwierigste.“

Zwei Punkte Vorsprung vor der letzten Runde: In der englischen Fußball-Premier-League ist alles angerichtet für den vierten Meistertitel von Manchester City in Folge. Die „Citizens“ erarbeiteten sich diesen Vorteil mit einem hart erkämpften 2:0-Erfolg im Nachtragsspiel am Dienstagabend bei Tottenham. ManCity-Trainer Josep Guardiola zog danach einen Vergleich zum Tennis. Seine Kicker würden am Sonntag auf den „Gewinn von Wimbledon servieren“.

Das prestigeträchtige Tennis-Rasenturnier findet alljährlich in England statt. „Das letzte Match ist aber immer das schwierigste“, betonte Guardiola gegenüber der BBC. Der Tabellenführer hat in der letzten Runde West Ham United zu Gast, während Verfolger Arsenal zeitgleich (17.00 Uhr MESZ) Everton empfängt. „Wir haben uns in der Kabine gefreut, allen ist aber bewusst, dass der Job noch nicht erledigt ist, es noch hart wird“, sagte der Spanier.

Ein Sieg ist nötig, um das Meisterstück aus eigener Kraft zu fixieren, da bei einem Remis und gleichzeitigem Erfolg von Arsenal die bessere Tordifferenz für die „Gunners“ den Ausschlag geben würde. Ein Erfolg von ManCity wäre historisch, war es doch zuvor keinem Team gelungen, viermal in Folge in der Liga ganz oben zu stehen. In den jüngsten sieben Jahren wäre es Meistertitel Nummer sechs für die Guardiola-Truppe.

Haland und Ortega im Mittelpunkt

Dass die Ausgangslage so rosig ist, hatte der seit 22 Ligaspielen ungeschlagene Titelverteidiger einerseits Erling Haaland zu verdanken. Der Ex-Salzburg-Stürmer verwertete in der 51. Minute einen Querpass von Kevin de Bruyne und machte in der Nachspielzeit (91.) mit einem verwandelten Elfmeter nach Foul an Jeremy Doku alles klar. Mit 27 Toren in 30 Ligaspielen ist der Norweger auch in dieser Saison ein Erfolgsgarant. Mit dieser Ausbeute ist ihm auch die Torjägerkrone neuerlich sicher.

Doch nicht nur Haaland glänzte am Dienstag, viel überraschender rückte mit Stefan Ortega ein deutscher Tormann in den Mittelpunkt, der in der 69. Minute den wegen Augenproblemen ausgewechselten Ederson ersetzen musste. Der 31-Jährige bewahrte sein Team bei seinem achten Meisterschafts-Saisoneinsatz mit mehreren Paraden vor dem Ausgleich. Vor allem eine Aktion Ortegas in der Schlussphase brachte Guardiola und die City-Fans zum Ausflippen.

Nach einem Ballverlust von Manuel Akanji lief der Südkoreaner Son Heung-min alleine auf das Tor zu, doch City's Nummer zwei zeigte eine tolle Rettungstat. Guardiola fasste sich an der Seitenlinie an den Kopf und legte sich nach der Szene sogar fassungslos auf den Rasen des Stadions. „Er hat uns gerettet - sonst wäre Arsenal Meister. Im eins gegen eins ist Stefan einer der besten Torhüter, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe“, sagte Guardiola. Nach vier punktlosen Anläufen bei den „Spurs“ gab es wieder einmal richtig Grund zum Jubeln.

Tottenham hat nun keine Chance mehr auf einen Champions-League-Platz, über den sich Aston Villa als Vierter freuen durfte. Das Team von Trainer Unai Emery hat 1982 den Europacup der Landesmeister, den Vorgänger der Champions League, gewonnen, war seit der folgenden Viertelfinal-Teilnahme 1983 aber nicht mehr im wichtigsten Europacup-Bewerb vertreten. (APA/Reuters)

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