Betrug

USA verhaften Spion, der Ex-Meinl-Chef Weinzierl nach London lockte

Die Uhr tickt im Auslieferungsprozess von Weinzierl, Ex-Vorstand der untergegangenen Meinl Bank.
Die Uhr tickt im Auslieferungsprozess von Weinzierl, Ex-Vorstand der untergegangenen Meinl Bank.J. Foltin
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Seiner Auslieferung an die USA kann Ex-Meinl-Bank-Chef Peter Weinzierl kaum mehr entkommen. Doch die Festnahme eines Ex-CIA-Agenten offenbart neue Hintergründe am großen Interesse der US-Justiz an seiner Person. Den USA geht es um Geldwäsche über russische und ukrainische Kanäle.

Wien. Die Erleichterung merkt man ihm am Dienstagabend an. „Was wir immer gesagt haben, hat sich auch bewahrheitet“, sagte Peter Weinzierl zur „Presse“. Seit 2008 hatte die Staatsanwaltschaft Wien (StA) gegen den ehemaligen Chef der Meinl Bank ermittelt. Auch weitere Personen wie Julius Meinl V., der Ex-Aufsichtsratschef der untergegangenen Privatbank, waren davon betroffen. Im Raum stand der Verdacht des schweren gewerbsmäßigen Betrugs zum Nachteil zahlreicher Anleger.

Am Dienstag gab die StA bekannt, die Verfahren einzustellen, weil „ein Vorsatz auf Schädigung“ nicht nachweisbar war. Auch die Ermittlungen wegen Untreue wurden eingestellt. „Auch wenn es 16 Jahre gedauert hat, ist es befriedigend, dass die Staatsanwaltschaft Wien einsieht, wann ein Verfahren nicht zum Ziel führt“, sagte Weinzierl. „Es wäre schön, würden auch andere Behörden in Wien das ähnlich sehen.“

WKStA ermittelt weiter

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