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Einbrüche aus Langeweile: Jugendbande in Wien ausgeforscht

Teilweise erwischte die Polizei die Verdächtigen auf frischer Tat.
Teilweise erwischte die Polizei die Verdächtigen auf frischer Tat.APA / Eva Manhart
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Acht Burschen im Alter von 14 bis 17 Jahren sollen binnen vier Monaten 45 Einbrüche begangen haben. Betroffen waren unter anderem Supermärkte, Trafiken, Bäckereien, Pizzerien.

45 Einbrüche innerhalb von vier Monaten sollen auf das Konto einer Jugendbande gehen. Ermittler der Außenstelle Nord des Wiener Landeskriminalamtes (LKA; Gruppe Messerer) haben der Gruppe jetzt das Handwerk gelegt. Acht Burschen im Alter von 14 bis 17 Jahren wurden laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger ausgeforscht, die mit den Taten ihre finanziellen Verhältnisse aufbesserten und gleichzeitig die Langeweile bekämpften. Ein 16-Jähriger soll an 31 Fällen beteiligt gewesen sein.

Die Ermittler stellten fest, dass es seit Jahresbeginn in den Donaustädter Bezirksteilen Stadlau und Neu-Kagran zu einer starken Steigerung bei vollzogenen und versuchten Einbrüchen in Geschäfte gekommen war. Dabei waren die Täter nicht wählerisch: Supermärkte, Trafiken und Bäckereien waren für sie ebenso interessant wie Pizzerien, andere Geschäfte und Automaten. Auch bei der Wahl des Diebesgutes machten sie kaum Abstriche: Alles, was verkäuflich, nutz- oder ess- und trinkbar war, ließen sie mitgehen.

Die Vorgangsweise war dabei wenig subtil. Scheiben wurden mit einem Nothammer eingeschlagen, Schiebetüren aufgedrückt oder Eingangstüren aufgebrochen. Oft verübten die Jugendlichen mehrere Taten in einer Nacht.

Schaden in sechsstelliger Höhe

Die Ermittlergruppe Messerer sicherte zunächst zahlreiche Bilder aus Überwachungskameras, wodurch klar wurde, dass es sich um eine mehrköpfige Jugendbande handeln musste. Die Ermittler reagierten mit Schwerpunktstreifen im betroffenen Gebiet. Dabei erwischten sie Mitglieder der Gang auf frischer Tat oder unmittelbar danach in der Nähe der Tatorte. Die österreichischen Staatsbürger gestanden großteils, in den Gesprächen kamen die Ermittler offenbar auch schnell auf die weiteren Bandenmitglieder.

Die Behörden werfen ihnen mehrfachen Einbruchsdiebstahl, gewerbsmäßigen Diebstahl und unbefugten Gebrauch von Fahrzeugen vor. Offenbar haben sie in zumindest einem Fall auch einen Autoschlüssel entwendet und dürften damit das dazu passende Fahrzeug benutzt haben. Durch die Einbrüche entstand ein Gesamtschaden in sechsstelliger Höhe. Die Tatverdächtigen wurden auf freiem Fuß angezeigt. (APA)

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