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„Das ist keine Kriegstreiberei“: Robert Menasse und die Kritik an der EU

Wolfgang Böhm, Anna Wallner und Robert Menasse (von links) im TV-Studio der „Presse“.
Wolfgang Böhm, Anna Wallner und Robert Menasse (von links) im TV-Studio der „Presse“.Screenshot „Die Presse“
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Schriftsteller Robert Menasse und EU-Journalist Wolfgang Böhm über „altes Denken“ in Europa, das Einknicken von Ursula von der Leyen beim „Green Deal“, die Affäre Lena Schilling und eine fehlende gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Teil 1 der Reihe.

Am 9. Juni wählen die Europäerinnen und Europäer ein neues EU-Parlament. Wir reden bis dahin jeden Mittwoch im Podcast „Was wichtig ist“ über die EU und sehen uns an, was dort gut läuft, was schlecht. In der ersten Ausgabe zu Gast sind Schriftsteller Robert Menasse und EU-Reporter Wolfgang Böhm. Menasse hat eine zeitlang in Brüssel gelebt und schreibt seit mehr als 15 Jahren über die Mechanismen der EU, zuletzt ist von ihm das Buch erschienen „Die Welt von morgen. Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde“.

Viele Krisen musste die EU in den vergangenen fünf Jahren stemmen. Und es mehrt sich nicht nur, aber vor allem am rechten Rand die Kritik an ihr. Unsere Gäste reden über die Frage, wie sehr sich die EU verändern müsste, um sich nicht selbst aufzugeben. Wieso die Frage einer europäischen Souveränität oft falsch diskutiert wird und es eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik braucht. „Das ist keine Kriegstreiberei, sondern zeigt ja nur, wir sind bereit, unseren Frieden zu verteidigen.“

Zum Schluss die Rubrik „Bullshit“

Robert Menasse sagt: „Es geht auch darum, dass sich endlich die Einsicht durchsetzt, dass grundsätzliche Krisen nur durch Gemeinschaftspolitik gelöst werden können. Die großen Probleme vor denen wir stehen, können von keinem souveränen Staat allein gelöst werden.“

Zur Affäre Lena Schilling sagt er: Dass die Grünen anstatt einer der vielen erfahrenen Europapolitikerin, die sie in ihren Reihen hätten, „ein 23-jähriges Mädchen“ als Kandidatin für die Wahl gewählt hätten, hält er für „eine dumme Politik“.

In der Rubrik „Absolute Bullshit“ sagen die Gäste in diesem Podcast, was für sie in der EU in der nun zu Ende gehenden Legislaturperiode völlig falsch gelaufen, also eben ein „Absolute Bullshit“ ist.

Diesen Podcast können Sie auch ansehen und zwar hier.

Gast: Rover Menasse, Schriftsteller, Wolfgang Böhm, EU-Redakteur „Die Presse“
Host: Anna Wallner, Debatte/Podcasts
Schnitt: Audiofunnel/Dominik Lanterdinger.
Credit: „Bullshit“ Politico-Podcast EU Confidential

Sie hören hier „Was wichtig ist“, den Nachrichten-Podcast der österreichischen Tageszeitung „Die Presse“ für neugierige Ohren, die mehr wissen wollen als die Schlagzeile. Er erscheint täglich von Montag bis Freitag.

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