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Gerald Grosz erhält vom ORF Entschädigung nach Interview

Keine Elefantenrunde, aber einen Interviewmarathon mit Kandidatenaufstellung sah man im Oktober 2022 im ORF. Dabei kam es zu einem hitzigen Wortwechsel. (c) Screenshot ORF
Keine Elefantenrunde, aber einen Interviewmarathon mit Kandidatenaufstellung sah man im Oktober 2022 im ORF. Dabei kam es zu einem hitzigen Wortwechsel. (c) Screenshot ORF
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Der damalige Bundespräsidentschafts-Kandidat Gerald Grosz hatte in einem Interview mit ORF-Journalistin Susanne Schnabl gesagt, er sei nie vor Gericht gestanden. Sie hatte dagegen gehalten.

Ja, er war einmal Bundespräsidentschaftskandidat: Blogger und Medienfigur Gerald Grosz. Nun hat sich mit einer Klage gegen den ORF durchgesetzt. Dieser habe in einem Interview mit dem Blogger den unwahren Eindruck einer strafgerichtlichen Verurteilung erweckt, bestätigte das Oberlandesgericht Wien ein Urteil des Landesgerichts für Strafsachen aus 2023. Grosz erhält eine Entschädigungszahlung, und der ORF muss das Urteil veröffentlichen. Das Landesgericht hatte Grosz 5000 Euro zugesprochen.

Anlass für den Rechtsstreit war ein mit Grosz auf ORF 2 geführtes Interview zur Bundespräsidentenwahl 2022. Darin sagte er, dass er nie vor Gericht gestanden sei. ORF-Journalistin Susanne Schnabl hielt ihm daraufhin vor, dass er rechtskräftig wegen übler Nachrede verurteilt worden sei. Grosz entgegnete, dass er ein zivilrechtliches Urteil bekommen habe, weil er einen Medienprozess verloren habe. Er forderte sie auf, den Vorwurf einer insinuierten strafrechtlichen Verurteilung zurückzunehmen, was nicht geschah, weil laut Moderatoren das Wort strafrechtlich im Verlauf des Interviews nie gesagt wurde. Der Blogger sah sich als Herausforderer von Bundespräsident Alexander Van der Bellen vom ORF „diffamiert und verleumdet“.

In einer Reaktion auf das Urteil teilte Grosz mit, seinem Anwalt den Auftrag, auch zivilrechtliche Ansprüche gegen den ORF und Schnabl prüfen zu lassen, erteilt habe. Der ORF gab keinen Kommentar ab. (APA/red.)

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