Bundesliga-Finale

Was für Sturm Graz und was für Salzburg spricht

Wer wird neuer Fußballmeister? Salzburg oder Sturm?
Wer wird neuer Fußballmeister? Salzburg oder Sturm?GEPA pictures / Chris Bauer
  • Drucken

Sturm Graz nimmt am finalen Spieltag dieser Fußballsaison die bessere Ausgangsposition im Showdown gegen Salzburg ein. Die Steirer haben zwei Punkte Vorsprung, empfangen daheim Klagenfurt. Titelverteidiger Salzburg trifft auf Lask.

Die Fußball-Bundesliga erlebt am Sonntag ihr Herzschlagfinale. Zeit für eine abschließende Bestandsaufnahme

Für Sturm Graz spricht:

Führung: Zum sechsten Mal seit Einführung der Dreipunkteregel in der Saison 1995/96 wird der Meisterteller im letzten Abdruck vergeben, immer setzte sich die bis dahin führende Mannschaft durch. Sturm verteidigte selbst 1999 und beim bisher letzten Meistertitel 2011 den Vorsprung mit Heimsiegen erfolgreich. Auch 2024 haben die Grazer alles in der eigenen Hand.

Trainer Christian Ilzer führte Sturm auf die Siegerstraße.
Trainer Christian Ilzer führte Sturm auf die Siegerstraße.GEPA pictures / Daniela Moser

Heimspiel: Die Grazer Arena ist seit Wochen ausverkauft. Über 15.000 euphorisierte Fans werden versuchen, ihre Mannschaft über die Ziellinie zu tragen. Neun Siege, vier Remis, zwei Niederlagen lautet die Heimbilanz vor dem Ende eines Erfolgsjahres, das nach dem Cupgewinn im ersten Double seit 25 Jahren gipfeln könnte.

Klagenfurt: Gegen die Kärntner Austria hat Sturm heuer zwei Siege und ein Remis bei einem Torverhältnis von 7:0 eingefahren. Umgekehrt punktete die Pacult-Elf in vier Versuchen in der laufenden Meistergruppe auswärts nur bei Rapid (1:1). Zuletzt verlor der Sechste dreimal in Folge.

Der Meisterteller der Fußball-Bundesliga.
Der Meisterteller der Fußball-Bundesliga.APA / APA / Eva Manhart

Standardstärke: Sturms Dosenöffner, wenn es spielerisch weniger gut läuft. Mit 17 erzielten Standardtoren (ohne Elfmeter) ist Sturm die klare Nummer eins der Liga. Mit dem zuletzt gesperrten Jon Gorenc Stankovic kehrt die Kopfball-Autorität zurück.

Lask: Mit der Formstärke der Linzer können die Bullen nicht mithalten. In den jüngsten vier Runden holten die fix drittplatzierten Linzer drei Siege, das 2:2 gegen Sturm zuletzt gab zusätzlichen Rückenwind.

Verletzungen: Während bei Sturm fast alles fit war und ist (Manprit Sarkaria könnte ein Comeback geben), muss Salzburg auch den abschließenden Kraftakt ohne einige Stammkräfte meistern. Stammkeeper Alexander Schlager, Andreas Ulmer, Amar Dedic, Nicolas Capaldo, Maurits Kjaergaard, Fernando – die Verletztenliste ist lang.

Für Salzburg spricht:

Torjäger: Karim Konaté beweist im Saisonfinish wieder Torriecher. Acht seiner 19 Saisontore hat der Torschützenlisten-Führende in den jüngsten fünf Partien erzielt. Im Angriff von Sturm herrscht hingegen Flaute. Mika Biereth, William Böving, Seedy Jatta, Amady Camara und Szymon Wlodarczyk haben in den jüngsten acht Liga-Spielen gemeinsam ein Tor erzielt. Dieses bejubelte Biereth nach schwerem Patzer des Rapid-Goalies.

Karim Konate und Sekou Koita feiern ihre Tore.
Karim Konate und Sekou Koita feiern ihre Tore.GEPA pictures / Edgar Eisner

Kiteishvili-Faktor: Sturms Spielmacher ist gelbgesperrt. Ohne den Georgier, der in 25 Spielen 15 Torbeteiligungen geschafft hat, fehlt Sturm nicht nur die kreative Schaltzentrale hinter der Doppelspitze. Die jüngsten drei Treffer gehen allesamt auf sein Konto. Bei allen drei Liga-Niederlagen der Grazer stand Kiteishvili nicht auf dem Feld.

Direktes Duell: Die Salzburger haben im direkten Duell gegen Sturm die Nase vorne und werden deshalb bei Punktegleichheit in der Tabelle vorgereiht. Ein Unentschieden gegen Klagenfurt könnte für die Grazer unter Umständen zu wenig sein, weshalb der Vizemeister ebenfalls unter Siegzwang steht.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.