Terror-Opfer

Hamas-Geisel: Wer war Shani Louk?

Fotos von Shani Louk bei einer Kundgebung in London
Fotos von Shani Louk bei einer Kundgebung in LondonAPA / AFP / Henry Nicholls
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Das Video mit ihr ging um die Welt: Shani Louk, Tochter einer Deutschen und eines Israelis, ist eines der bekanntesten Oper des Angriffs der Hamas auf Israel. Ihr Leichnam wurde nun geborgen.

In den vergangene Tagen haben israelische Soldaten die Leiche mehrerer Israelis im Gazastreifen geborgen – darunter jenen der Deutsch-Israelin Shani Louk. Schon seit Oktober ist bekannt, dass die 22-jährige nicht mehr lebt. Damals hatte man im Grenzgebiet zwischen Israel und Gaza ein Stück Schädelknochen mit ihrer DNA gefunden. Sie dürfte schon 7. Oktober auf dem Gelände des Musikfestivals, auf dem die Hamas ein Massaker angerichtet hatte, getötet worden sein.

Louk ist eines der bekanntesten Opfer des Angriffs der Hamas auf Israel. Sie hatte an dem Supernova-Rave-Festival bei Reʿim im Süden Israels teilgenommen, das von der Terrorganisation überfallen wurde. Bald nach dem Angriff kursierte ein Video in sozialen Medien, dass eine junge Frau zeigt. Sie liegt darin halb nackt mit dem Gesicht nach unten auf der Ladefläche eines Trucks. Männer bespucken sie, zerren an ihren Haaren, einer davon hat die Beine über ihren Kopf gelegt. Sie schreien „Allahu Akbar“, zu Deutsch „Allah ist größer“, dann rast der Wagen davon.

Ihre Mutter Ricarda Louk erkannte Shani in dem Video anhand ihrer Tattoos – die 22-Jährige war Tattookünstlerin. Die Tochter einer deutschen Mutter und eines israelischen Vaters lebte in Israel.

»Wir hatten uns schon damit abgefunden, dass wir ihren Körper nie zurückbekommen«

Ricarda Louk

Mutter von Shani Louk

Beim letzten Kontakt habe ihre Tochter ihr geschrieben, sie würde einen Schutzort suchen, sagte Ricarda Louk damals „Spiegel“. Auch jetzt sprach sie mit dem Nachrichtenmagazin und äußerte ihre Erleichterung darüber, dass die sterblichen Überreste ihres Kindes gefunden wurde: „Wir hatten uns schon damit abgefunden, dass wir ihren Körper nie zurückbekommen“, so Ricarda Louk.

Unklar ist weiterhin, wie viele der noch 129 im Gazastreifen verbliebenen Geiseln noch am Leben sind. (Red.)

>> Interview im „Spiegel“

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