EU-Wahl

Italiens Regierungschefin Meloni kritisiert „müdes und unterwürfiges Europa“

Giorgia Meloni
Giorgia Meloni Imago / R4924_italyphotopress
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„Unser Kontinent befindet sich in einer Phase großer Unsicherheit und des Niedergangs“, sagt Italiens Premierministerin Giorgia Meloni. Daran sei vor allem die „europäische Linke“ schuld.

Italiens Premierministerin Giorgia Meloni hat sich am Sonntag per Video dem Treffen der spanischen Partei Vox in Madrid zugeschaltet und dabei betont, dass die Rechte für den Aufbau eines „besseren Europas“ notwendig sei. Europa sei „ein müder, unterwürfiger und sogar ein wenig verwöhnter Kontinent, der glaubte, Identität gegen Ideologie, Freiheit gegen Komfort eintauschen zu können, und heute unweigerlich den Preis für seine Entscheidungen zahlt“, betonte Meloni.

„Die europäische Legislaturperiode 2019-2024 war von falschen Prioritäten und Strategien geprägt. Während andere politische Kräfte unnatürliche Allianzen mit der Linken unterstützt haben, die zur Durchsetzung der grünen Agenda geführt haben, haben wir immer, oft allein, für eine andere EU gekämpft“, erklärte Meloni, die auch Präsidentin der Fraktion der Konservativen und Reformer (ECR) ist. Dabei betonte sie, dass „wir eine andere und bessere Europäische Union als die derzeitige aufbauen wollen und können“.

Meloni: „Unser Kontinent braucht uns“

„Unser Kontinent befindet sich in einer Phase großer Unsicherheit und des Niedergangs, und er braucht uns. Die europäische Linke, die Hauptursache für diesen Niedergang, wirft uns vor, Europa zerstören zu wollen. Aber Lügen sind immer eine gute Nachricht, denn wer etwas zu verbergen hat, lügt. Und was die Linke vor den Augen der Menschen zu verbergen versucht, ist, dass sie mit ihren verrückten Strategien, ihrem ideologischen Zentralismus, ihrem Mangel an Visionen die Hauptverantwortliche für das Scheitern dieser Europäischen Union ist, eines bürokratischen Giganten, der alle Aspekte unseres Lebens regeln will, ohne sich selbst eine klare geopolitische Mission zu geben“, betonte die seit Oktober 2022 amtierende Meloni.

Die Regierungschefin kritisierte auch die Gendertheorie. „Wir werden uns denjenigen widersetzen, die die Familie als Grundpfeiler unserer Gesellschaft in Frage stellen wollen, denjenigen, die die Gendertheorie in den Schulen einführen wollen, denjenigen, die unmenschliche Praktiken wie die Leihmutterschaft fördern wollen“, betonte die italienische Regierungschefin. (APA)

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