Verfassungsschutzbericht

Russische Aufklärung „schadet Österreich erheblich“

Nicht nur im Film „Der dritte Mann“ ist Wien Drehscheibe von Spionage.
Nicht nur im Film „Der dritte Mann“ ist Wien Drehscheibe von Spionage.Joe Klamar
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Wien dient Russland als Knotenpunkt für seine Signalaufklärung. Das sei ein „erhebliches Sicherheitsrisiko für die Spionageabwehr“ und schade Österreichs internationaler Reputation, warnt der Verfassungsschutz.

Eine eindrucksvolle Satellitenanlage thront auf den Dächern der russischen Diplomatensiedlung in der Donaustadt. In alle Himmelsrichtungen können die Parabolantennen auf Satelliten ausgerichtet werden, um Daten und Informationen abzusaugen. Diese Spionage hat für Russland in Wien seit Beginn des Ukraine-Kriegs Anfang 2022 an Bedeutung gewonnen, zusätzliche Anlagen wurden seither auf den Dächern in der Donaustadt installiert. Laut Recherchen des Journalisten Erich Moechel dient die Wiener Dependance EU-weit mittlerweile gar als Leitstation für die russische Informationsgewinnung.

Es ist eine Entwicklung, die Österreichs Staatsschutz alarmiert. In einem Unterpunkt widmet dieser sich im „Verfassungsschutzbericht 2023“ der russischen Satellitenspionage. Demnach fungiert Wien für Russland „als Knotenpunkt in der Signalaufklärung von Nato-Staaten“. Die Anlagen auf den russischen Vertretungen und Wohnungen „können gezielt auf militärische Satelliten von europäischen Nato-Staaten sowie internationale und nationale Organisationen ausgerichtet werden“.

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