Eishockey-Analyse

Österreichs Ernüchterung nach dem Höhenrausch

Der Jubel von Österreichs Fans verhallte bei der WM in Prag.
Der Jubel von Österreichs Fans verhallte bei der WM in Prag.Reuters / Eva Korinkova
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Mit einem blamablen 2:4 gegen Absteiger Großbritannien endet Österreichs Auftritt bei der A-WM in Prag. Mit dem Klassenerhalt wurde das zuvor ausgelobte Ziel erreicht, das mögliche Viertelfinale plump verspielt.

Prag. Typisch Österreich: Man spielt zuerst sensationell, erreicht vorschnell das gesteckte Ziel, beginnt darob noch schneller von unglaublich Höherem zu träumen – und landet doch abrupt auf dem Boden der eiskalten Tatsachen. Wer Österreichs Auftritt bei der Eishockey-WM in Prag analysiert, gelangt nur zu diesem Schluss. Der Klassenerhalt in der A-Gruppe war mit einem Punkt gegen Kanada, der 3:2-Sensation gegen Finnland und dem 4:1 gegen Norwegen fixiert. Das erste WM-Viertelfinale seit drei Jahrzehnten blieb dagegen nur ein naives Wunschkonzert. Die Chance war real, doch Österreich blamierte sich zum Abschluss mit dem 2:4 gegen Absteiger Großbritannien.

Das 2:4 (0:0, 1:1, 1:3) gegen den schwächsten Gruppengegner mag Eishockey-Liebhabern auf den Ma­gen schlagen, denn es birgt ja so viele Wahrheiten respektive Sichtweisen. Eine zulässige Interpretation dieser Ernüchterung ist, dass Österreichs Eishockey-Cracks nach einer langen Saison und einem harten Turnier schlicht leer waren. Platz zehn, das erste Top-zehn-Ergebnis seit 21 Jahren und das Ticket zur WM 2025 in Stockholm bzw. Herning sind ohnehin eine höchst erbauliche Ausbeute.

Aber…

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