Leena Koppe (links), Michael Schindegger und Carolina Steinbrecher treffen sich im Wiener Metro Kinokulturhaus – vor der Kamera.
Sehenswert

Kameraleute können nicht nicht sehen

Kamerafrauen und -männer setzen Licht und Schatten, rahmen die Handlung, pinseln Stimmungen und führen das Auge des Betrachters – mit gestalterischer Haltung.

Es kann schon ziemlich anstrengend sein: Wenn man beim Schauen immer gleich etwas „sehen“ muss. Weil man eben nicht anders kann. Manchmal wünschen sich Menschen, die in Bildern denken, auch nur eine weiße Wand, auf die sie starren können. Eine visuelle Pause nach all den Bildern, die so ein Filmprojekt ganz automatisch produziert. Und das nicht erst, wenn die Kamera läuft. Nein, schon lang davor. Beim Blättern im Drehbuch rattern sie im Kopf oft schon wie alte Filmprojektoren. Der Kamerafrau Leena Koppe geht es auch so. An der Wand zu Hause braucht sie keine Bilder mehr, erzählt sie.

Sie sieht ohnehin überall welche. Schon als sie jung war, hat sie Bilder „produziert“, in der Dunkelkammer des Vaters, aber das war ihr irgendwann zu „technisch“, zu wenig kreativ. Von der „Graphischen“, der Schule in Wien, ist sie dann doch auf die Filmakademie abgezweigt. Und somit auch vom Fotografischen zum „Kinematografischen“. Seitdem werfen Projektoren wie jene im Wiener Metro Kinokulturhaus – dort fand das „Schaufenster“-Shooting statt – ihre Bilder auf weiße Wände. Damit das Publikum mit eigenen Augen sieht, worauf Koppe bewusst geschaut hat.

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