Gaza-Krieg

Hamas fühlt sich stark: „Wir brauchen die Gespräche für eine Feuerpause nicht“

Raketenalarm in Israel. Eine Frau geht nahe der Stadt Herzliya in Deckung. Die Hamas nahm am Sonntag auch Tel Aviv erneut ins Visier.
Raketenalarm in Israel. Eine Frau geht nahe der Stadt Herzliya in Deckung. Die Hamas nahm am Sonntag auch Tel Aviv erneut ins Visier. APA / AFP / Jack Guez
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Die Terrororganisation Hamas gibt ein gefährliches Lebenszeichen von sich: Sie greift erstmals seit vier Monaten die Metropole Tel Aviv mit Raketen an und stellt Forderungen für Verhandlungen.

Istanbul/Tel Aviv. Plötzlich heulten die Sirenen in Tel Aviv. Zum ersten Mal seit vier Monaten feuerte die Terrororganisation Hamas aus dem Gazastreifen Raketen auf die israelische Metropole ab. Die Qassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas, feierte die Attacke: Man habe einen „großen Raketenangriff“ gestartet, als Antwort auf die „zionistischen Massaker an Zivilisten“. Israels Militär teilte mit, dass mindestens acht Raketen aus Rafah im Süden des Gazastreifens auf Tel Aviv abgeschossen worden seien. Mehrere Flugkörper seien von der israelischen Raketenabwehr abgefangen worden. Zwei Frauen sollen leicht verletzt worden sein. Auch in anderen Städten wurde Raketenalarm gegeben. Vollständige Angaben zu Opfern und Schäden gab es am Sonntagnachmittag zunächst aber nicht. Mit der Attacke gibt die Hamas nach mehr als sieben Monaten Krieg ein gefährliches Lebenszeichen von sich.

Noch vor dem Raketenangriff fasste Hamas-Sprecher Osama Hamdan die Haltung seiner Organisation zu neuen Gesprächen über eine Feuerpause in Gaza in einem kurzen Satz zusammen: „Das brauchen wir nicht.“ Die Hamas will weiterkämpfen, und auch Israels Regierung will die Militäraktion momentan nicht beenden. Beide Konfliktparteien glauben derzeit, mit Krieg mehr erreichen zu können als mit Frieden.

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