Konjunktur

Nur auf dem Bau ist noch kein Ende der Wirtschaftskrise in Sicht

Der Bau bleibt in der Krise, die Industrie erholt sich wieder.
Der Bau bleibt in der Krise, die Industrie erholt sich wieder.Imago/Wolfgang Spitzbart
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Langsam, aber doch kommt Österreichs Wirtschaft aus der Krise. Am kräftigsten dürften heuer das Burgenland und Wien wachsen. Schlusslicht ist die Steiermark.

Langsam lichtet sich der Himmel für die heimische Wirtschaft. Selbst in der krisengebeutelten Industrie weisen Frühindikatoren auf eine wirtschaftliche Erholung ab dem zweiten Halbjahr hin, wie Stefan Bruckbauer, Chefökonom der Bank Austria am Montag vor Journalisten sagt. Da die heimische Wirtschaft heuer bisher aber stagniert hat, wird für 2024 unter dem Strich bloß ein Wachstum von 0,3 Prozent übrig bleiben. Nächstes Jahr soll die Wirtschaftsleistung dann real schon um 1,5 Prozent zulegen.

Vor allem die Aussicht auf baldige Zinssenkungen – die Bank-Austria-Experten erwarten heuer deren drei –, eine Stabilisierung der Inlandsnachfrage und auch eine wieder mehr Fahrt aufnehmende Weltkonjunktur sind Grund für die sich anbahnende Erholung. Eine Branche verharrt aber weiterhin in der Krise, betonte Bruckbauer: der Bau.

Prognose für die Bundesländer

Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass die Wirtschaft im Vorjahr besonders in den Industriehotspots in Oberösterreich, Vorarlberg und der Steiermark geschwächelt hat. Jene drei Bundesländer – plus Kärnten – sind es auch, für die die Bank-Austria-Ökonomen heuer die geringsten Wachstumsraten prognostizieren. Die steirische Wirtschaft wird demnach heuer stagnieren, die drei anderen genannten Bundesländer bloß um 0,1 Prozent wachsen. Am kräftigsten wird das Wirtschaftswachstum mit einem Plus von 0,5 Prozent demnach im Burgenland ausfallen, gefolgt von Wien mit 0,4 Prozent.

Die beiden östlichen Bundesländer profitieren vor allem von einem relativ hohen Anteil des öffentlichen Sektors an ihrer Wirtschaftsleistung. In Tirol stützt die vergleichsweise starke Pharmaindustrie die Wirtschaft, vor allem aber profitiert das Bundesland vom Tourismus. Die Bank-Austria-Experten prognostizieren Tirol ein Wachstum von 0,3 Prozent. Im selben Ausmaß soll auch das Tourismusbundesland Salzburg wachsen. (luis)

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