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Ein Stück des Weges mit Andreas Babler gehen?

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Bablers Missverständnis. Die SPÖ legt Köder für christliche Wähler aus. Christlich-sozial und katholische Soziallehre als verwandte Größen.

Wenn es auf Wahlen zugeht, muss ein Parteivorsitzender schauen, woher er Stimmen bekommt, denn auf ein Stammpublikum allein kann er sich nicht mehr verlassen. Das gilt momentan besonders für die SPÖ. Angesichts der großen Konkurrenz im linken Parteienspektrum, von den Grünen bis zur KP, muss sie ihr Heil in der politischen Mitte suchen. Und diese befindet sich größtenteils noch bei der ÖVP. Um aus diesem Lager Stimmen zu gewinnen, ernennt Andreas Babler die SPÖ zur besseren (als die ÖVP) christlich-sozialen Partei. Dazu erneuert er die seinerzeit erfolgreiche Einladung von Bruno Kreisky an die Bürgerlichen, „ein Stück des Weges mit der Sozialdemokratie zu gehen“.

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„Ich bin stark christlich-sozial verankert“, sagte Babler dem „Kurier“ samt der zu diesem Zweck passenden Anspielung, man sei ja seinerzeit ein Ministrant gewesen. In Kobenz im obersteirischen Murtal erklärte er, es müsse einen Grund haben, „warum die Kirche, die Caritas und christlich-soziale Organisationen mittlerweile mit der Sozialdemokratie marschieren“. Die kleine Gemeinde war dafür ein nicht unpassender Ort, sie, von einer ÖVP-Bürgermeisterin geführt, ist aber auch eine Wohngemeinde für Knittelfeld gleich nebenan, eine Eisenbahnerstadt und sozialdemokratische Hochburg.

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