Diplomatie

Taiwan nach Einspruch Chinas nicht zur WHO-Jahressitzung eingeladen

Hintergrund ist der Streit über den politischen Status Taiwans, das von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird. 
Hintergrund ist der Streit über den politischen Status Taiwans, das von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird. APA / AFP / I-hwa Cheng
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Taiwan erhielt nach Einwänden von China keine Einladung für die Weltgesundheitsversammlung. Der Inselstaat hatte von 2009 bis 2016 als Beobachter teilgenommen.

Taiwan wird nach Einwänden Chinas nicht an der jährlichen Versammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilnehmen. Die Regierung der Insel erhielt am Montag von den WHO-Mitgliedsstaaten keine Einladung zur Weltgesundheitsversammlung (WHA). Der Vertreter Chinas bei den UN in Genf, Chen Xu, sagte, es gebe keine politische Grundlage für Taiwans Teilnahme.

Er warf den taiwanischen Vertretern vor, das Thema Gesundheit zu politisieren. Vor der Entscheidung hatte Taiwans Gesundheitsminister Chiu Tai Yuan erklärt, die Abwesenheit seines Landes behindere die Bemühungen zur Pandemieprävention.

Die WHA ist das höchste beschlussfassende Organ der WHO. Taiwan hatte von 2009 bis 2016 als Beobachter an ihr teilgenommen. Seit 2017 blockiert die Regierung in Peking dies jedoch. Hintergrund ist der Streit über den politischen Status der Insel, die die Volksrepublik als abtrünnige Provinz betrachtet. (APA/Reuters)

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