Europäische Union

EU will ab 2030 Obergrenze für Methan-Lecks bei Gas-Importen einführen

Methan ist um ein vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid.
Methan ist um ein vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid.APA / AFP / Clement Mahoudeau
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Die EU-Staaten wollen ab 2030 bei Gas-Importen auf Methan achten. Auch bei der Gas-Förderung innerhalb der EU soll es strengere Vorgaben geben. Methan ist um ein vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Die EU will Erdgas-Importe aus Ländern mit Methan-Lecks reduzieren. Die Mitgliedsstaaten billigten am Montag ein Gesetz, mit denen bei Importen nach 2030 eine Obergrenze für das Entweichen von Methan gesetzt wird. Die EU ist der größte Importeur des Brennstoffes weltweit.

Erdgas selbst besteht überwiegend aus Methan (CH4). Wenn es unverbrannt in die Atmosphäre entweicht, ist es noch um ein vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid (CO2). Methan entweicht bei der Förderung und beim Transport.

Strafen vorgesehen

Das EU-Gesetz sieht vor, dass Importeure Strafen zahlen müssen, wenn sie Erdgas importieren, bei dessen Förderung und Transport ein bestimmtes Maß davon überschritten wird. Dieses soll rechtzeitig vor 2030 festgelegt werden. Mit der Zustimmung der Staaten kann die Regelung nun in Kraft treten. Auch Produzenten in der EU müssen sich strengeren Vorgaben bei der Gas-Förderung unterwerfen.

Die USA, einer der größten Gas-Exporteure der Welt, haben selbst Regelungen zur Beschränkung der Lecks im vergangenen Jahr erlassen und wollen sie um 30 Prozent reduzieren. Die US-Regierung hat daher auch die EU-Regelung unterstützt. (APA/Reuters)

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