Türkei

Erdoğan will vier Millionen Straßenhunde einschläfern lassen

Ein Straßenhund vor der Hagia Sophia in Istanbul.
Ein Straßenhund vor der Hagia Sophia in Istanbul. Reuters/Murad Sezer
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Vier Millionen Hunde streunen auf den türkischen Straßen umher. Nach mehreren Beißattacken kündigt die Regierung Massentötungen an. Tierschützer und viele Prominente gehen dagegen auf die Barrikaden.

Mehrere Angriffe von Straßenhunden auf Menschen in jüngster Zeit haben die Regierung aufgeschreckt. Im südtürkischen Adana wurde eine 71-jährige Bäuerin auf ihrem Acker von Hunden angefallen und starb an ihren Verletzungen. In Mardin wurde ein siebenjähriger Bub von Hunden schwer verletzt. Auch aus anderen Landesteilen wurden Angriffe von Hunden auf Schulkinder gemeldet. Präsident Recep Tayyip Erdoğan wies die zuständigen Ministerien nun an, die Hunde einzuschläfern. „Worauf wartet ihr noch?“, fragte er nach Medienberichten.

Erdoğans AKP will im Juni einen Gesetzentwurf vorstellen, der die Massentötung der vier Millionen Straßenhunde im Land ermöglichen soll. Die Regierung will mit dem Plan zeigen, dass sie die Alltagsprobleme der Menschen ernst nimmt; die AKP führt ihre Niederlage bei den Kommunalwahlen im März unter anderem darauf zurück, dass sie nach mehr als 20 Jahren an der Macht auf viele Wähler abgehoben wirkt.

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