Europawahl 2024

Tusk gegen Kaczyński: Polens politischer Zweikampf geht in die nächste Runde

Gegen Abtreibung, gegen Europa: Hanna Boczek von der rechtsextremen Partei Konfederacja beim „Marsch des Lebens“ in Warschau.
Gegen Abtreibung, gegen Europa: Hanna Boczek von der rechtsextremen Partei Konfederacja beim „Marsch des Lebens“ in Warschau. Imago/Mikolaj Janeczek
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Die liberale Regierungspartei PO und die nationalpopulistische Ex-Regierungspartei PiS rittern wieder um Platz eins.

Der bisher spannendste Moment des Europawahlkampfs war die Vorstellung der Kandidaten der im Herbst abgewählten Partei PiS. Parteichef Jarosław Kaczyński präsentierte 13 Spitzenkandidaten der Nationalpopulisten wie gewohnt in der Provinz, und da fehlte Daniel Obajtek, der Exchef des staatlichen Ölkonzerns Orlen. Obajtek, dem das Verschwinden von Hunderten von Millionen Zloty vorgeworfen wird, mit denen mutmaßlich schwarze Kassen der PiS alimentiert wurden, sollte die Liste in der Region Podkarpackie anführen. Unter allen PiS-Größen braucht der Spitzenmanager die Brüsseler Immunität am dringendsten. Die Konsternation war groß – doch bald stellte sich heraus, dass sich Obajtek sicherheitshalber schon ins Ausland abgesetzt hat. Seine Wahl mit der Listennummer eins ist ohnehin gesichert. 

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