Morgenglosse

Neue Uefa-Regel: Auch den Mund halten will gelernt sein

Archivbild der Schuhe von Marko Arnautovic.
Archivbild der Schuhe von Marko Arnautovic.GEPA pictures / Manuel Binder
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Österreichs Nationalteam holt sich gegen Serbien und die Schweiz den Feinschliff für die Fußball-EM. Ganz weit oben auf der To-do-Liste: „Wie kommuniziere ich (nicht) mit dem Schiedsrichter?“

Nach außen hin transportieren die ÖFB-Kicker rund um die beiden letzten Testspiele vor der Europameisterschaft Angriffslust. Wie hoch die Risikobereitschaft tatsächlich ausfallen wird, bleibt abzuwarten, immerhin wütete der Verletzungsteufel in den rot-weiß-roten Reihen schon mehr als genug. In einem bestimmten Fall ist aber definitiv Zurückhaltung gefragt: Wenn es um die Kommunikation mit dem Schiedsrichter geht.

Das Spiel gegen Serbien am Dienstag (20.45 Uhr, live ORF 1) wird die erste Gelegenheit in Nationalteam-Konstellation sein, um sich in einer neuen Uefa-Regel zu üben. Europas Fußballverband hat festgelegt, dass ab der EM in Deutschland nur noch Mannschaftskapitäne bei strittigen Entscheidungen mit dem Offiziellen sprechen dürfen. Andernfalls – insbesondere bei Rudelbildungen – setzt es sofort gelbe Karten.

Drohende Gefahr einer Kartenflut

Ein Trainer wie Ralf Rangnick weiß von der drohenden Gefahr einer Kartenflut, vor allem in der Anfangsphase des nahenden Turniers. Und vor allem weiß er, wie bitter und spielentscheidend mögliche Sperren bei einer Endrunde sein können. Unter ihm wird sich Österreich jetzt deshalb nicht nur den fußballerischen Feinschliff, sondern auch den Feinschliff in Sachen Kommunikationskultur holen.

Wobei eine Frage natürlich essenziell ist: Wer wird der ÖFB-Kapitän sein? Bei der EM deutet vieles auf Konrad Laimer hin, doch gegen Serbien könnte Marko Arnautović diese Ehre zuteilwerden. Das verspricht Spannung. Auf den Mund gefallen ist der „Magister“ nicht – und gegen das Geburtsland seines Vaters ist für ihn ohnehin jede Menge Emotion drin.

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