Analyse

EU-Wahl: Wo die Schmerzgrenzen der Parteien liegen

Kanzler Nehammer (li.) mit Reinhold Lopatka
Kanzler Nehammer (li.) mit Reinhold Lopatka Reuters / Leonhard Foeger
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Gefährdet eine ÖVP-Niederlage auch Karl Nehammer? Reißt Lena Schilling Werner Kogler mit? Und was, wenn die FPÖ gar nicht so gut abschneidet?

Lopatkas große Verantwortung

Auf Reinhold Lopatka lastet eine große Verantwortung. Sein Abschneiden wird wesentlich auch die Ausgangsposition für die Nationalratswahl, das Schicksal seines Parteichefs Karl Nehammer mitentscheiden. Schneidet Lopatka schlecht bis sehr schlecht ab, ist auch Karl Nehammer, der Spitzenkandidat für die Nationalratswahl, angezählt. Es würde zumindest ein Grummeln und Rumoren im Hintergrund geben. Ob sich jemand auch nach vorn wagt, um Nehammer als Spitzenkandidat infrage zu stellen, wird man sehen. Es würde jedenfalls nicht einfach werden, die Geschlossenheit aufrechtzuerhalten.

Verluste sind für die ÖVP eingepreist. Das Ergebnis vom vergangenen Mal wird nicht zu halten sein, darin sind sich in der Volkspartei alle einig. 2019 gab es 34,5 Prozent, die Partei unter Sebastian Kurz war auf einem Höhepunkt ihrer Entfaltungsmöglichkeiten. Die ÖVP hatte sich in diesem EU-Wahlkampf die Opposition selbst gemacht. Karoline Edtstadler als Vertreterin der türkisen Kurz-Partei trat gewissermaßen gegen Othmar Karas, den Vertreter des schwarzen Establishments, an. Und beide zahlten mit ihren Stimmen auf das Konto der ÖVP ein. Eine Win-win-Situation. Dazu kam kurz vor der EU-Wahl noch Ibiza. 105.000 Stimmen wanderten laut Sora von der FPÖ zur ÖVP.

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