Wissenschaft

Immer hilfloser steht der Mensch Feuern gegenüber, die er mitverursacht 

Feurige Zeiten
Feurige ZeitenReuters/Mike Blake
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Unsere Geschichte lässt sich als die des Pyrozäns schreiben, in dem der Mensch mit seinen Feuern groß wurde und nun von ihnen bedroht ist.

Es spricht nicht nur, sondern schimpft, schilt, hadert, keift, brummt, weint. Durch Hineinwerfen von Mehl, Brosamen, Salz oder Eierschalen vermag man aber, es zu versöhnen.“ So steht es im „Handbuch des deutschen Aberglaubens“, und wer es je beobachtet hat, wird sich des Gedankens nicht erwehrt haben können, dass es – das sich fortpflanzt und Stoffwechsel betreibt – lebt, es: das Feuer. Darüber werden viele Köpfe geschüttelt, unumstritten ist, dass Feuer mit Leben zu tun hat, durch es ermöglicht wurde und es im Gegenzug nähren, aber auch zerstören kann (Bioscience 7, S. 593).

Durch Leben ermöglicht? Feuer braucht dreierlei: Brennstoff, Sauerstoff, Zünder. Letztere gab es immer schon, sie fuhren vom Himmel oder schossen aus Vulkanen, blieben aber folgenlos, solange es nichts Brennbares gab. Das kam erst vor etwa 450 Millionen Jahren mit den Pflanzen, es traf sich damit, dass etwa zur gleichen Zeit die zum Brennen nötige Menge Sauerstoff in der Luft war, um die 15 Prozent, produziert von fotosynthesetreibenden Bakterien im Meer – die ersten Brände hinterließen vor 440 Millionen Jahren Holzkohle (Geology 32 S. 381).

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