Corporate Social Responsibility

Es ist an der Zeit, richtig nachhaltig zu werden

Ab kommendem Jahr müssen größere Unternehmen zeigen, wie sie es mit ESG halten,
und das auch in einem Bericht dokumentieren.

Nachhaltig zu agieren, das behaupten ja mittlerweile sehr viele Unternehmen von sich. Große börsenotierte Firmen mussten schon bisher einen Nachhaltigkeitsbericht ablegen, ab kommenden Jahr aber wird der Kreis der Unternehmen, die beim Thema Nachhaltigkeit Farbe bekennen müssen, größer. Grund ist die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) – diese Richtlinie, die von Österreich bis zum Sommer noch in nationales Recht umgesetzt werden muss, regelt eine EU-weite Informationspflicht über Nachhaltigkeitsaspekte.

Das gilt für Unternehmen, die zwei der drei folgenden Kriterien erfüllen: Nettoumsatz von 50 Millionen Euro, Bilanzsumme von 25 Millionen Euro bzw. durchschnittlich 250 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente). Umfasst sind die ESG-Kriterien (Environment/Umwelt, Social/Soziales und Governance/Unternehmensführung) und damit Umweltthemen von CO2-Emissionen über Biodiversität bis Kreislaufwirtschaft, weiters soziale Themen wie gesellschaftliches Engagement oder Umgang mit Stakeholdern (eigene Beschäftigte und Beschäftigte in der Lieferkette) sowie z. B. das Geschäftsgebaren.

Zahlreiche Beratungsunternehmen bringen sich entsprechend in Stellung: So weist beispielsweise Great Place to Work darauf hin, Berichtsthemen wie eigene Belegschaft, Beschäftigte in der Lieferkette, Vergütung oder Diversität mit der eigenen Befragung abzudecken.

„Doppelte Wesentlichkeit“

Was berichtet werden muss, wird nach dem Grundsatz der „doppelten Wesentlichkeit“ (Double Materiality) ermittelt: alles, was für den Geschäftserfolg oder aus ökologischen bzw. sozialen Gesichtspunkten wesentlich ist.

Berücksichtigt werden muss bei der Berichterstattung sowohl die Innen- als auch die Außenperspektive. Die Wirtschaftskammer formuliert das so: „Bei der Outside-in-Perspektive berichten Unternehmen über die Auswirkung von Nachhaltigkeitsthemen auf ihre eigene Leistung, Position und Entwicklung. Die Inside-out-Perspektive muss die Auswirkungen der eigenen unternehmerischen Tätigkeit auf Mensch und Umwelt transparent darstellen.“

Prüfer müssen danach unter anderem feststellen, ob der Bericht mit den Berichterstattungsstandards übereinstimmt und der Prozess zur Ermittlung der berichteten Informationen korrekt war.

Noch etwas: Unternehmen sollten bedenken, dass sowohl dem Aufsichtsrat wesentliche Rollen zukommen als auch dem Betriebsrat. Er muss über die Inhalte des Berichts informiert werden und kann dazu Stellung nehmen. (red.)

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