Tennis

Alcaraz nach 5-Satz-Krimi gegen Sinner erstmals Paris-Finalist

TOPSHOT - Spain's Carlos Alcaraz celebrates after winning his men's singles semi final match against Italy's Jannik Sinner on Court Philippe-Chatrier on day thirteen of the French Open tennis tournament at the Roland Garros Complex in Paris on June 7, 2024. (Photo by Emmanuel Dunand / AFP)
TOPSHOT - Spain's Carlos Alcaraz celebrates after winning his men's singles semi final match against Italy's Jannik Sinner on Court Philippe-Chatrier on day thirteen of the French Open tennis tournament at the Roland Garros Complex in Paris on June 7, 2024. (Photo by Emmanuel Dunand / AFP)APA / AFP / Emmanuel Dunand
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„Das heute war aber wahrscheinlich eines meiner bisher härtesten Matches.“ Der 21-jährige Spanier Carlos Alcaraz zieht ins Halbfinale der French Open.

Für Carlos Alcaraz lebt der Traum vom ersten Triumph bei den French Open weiter. Der 21-jährige Spanier zog am Freitag mit einem 2:6,6:3,3:6,6:4,6:3-Erfolg über den Südtiroler Jannik Sinner erstmals ins Endspiel des Sand-Major-Tennis-Turniers ein. Der Verlierer muss weiter auf seinen ersten Paris-Finaleinzug warten, darf sich allerdings damit trösten ab Montag als neue Nummer eins der Welt aufzuscheinen. Zweiter Finalist ist Casper Ruud (NOR-7) oder Alexander Zverev (GER-4).

Alcaraz hat am Sonntag die Chance, nach den US Open 2022 und Wimbledon 2023 auch bei einem dritten Grand-Slam-Event den Pokal zu gewinnen. Sein bisher bestes Abschneiden in Roland Garros ist ihm schon jetzt sicher, zumal das bisherige Highlight der mit einer Niederlage gegen Novak Djokovic verbundene Halbfinaleinzug 2023 war. Den Serben würde Alcaraz mit einem Titelgewinn am Montag auf ATP-Rang drei verdrängen.

Sinner hatte am Dienstag die frohe Kunde erhalten, als erster Italiener überhaupt die Nummer-Eins-Position im ATP-Ranking zu erreichen und nahm den Schwung ins Halbfinale mit. Eine schnelle 4:0-Führung ließ sich der 22-Jährige nicht mehr nehmen. Auch im zweiten Satz ging es mit einem 2:0 zuerst in einer ähnlichen Tonart weiter, ehe sich die Partie vorerst drehte. Sinner servierte nicht mehr so stabil, ließ Chancen aus und ebnete damit Alcaraz den Weg zum noch klaren 6:3.

Frühes Break

In Satz drei gelang dem Spanier ein frühes Break zum 2:1, Sinner schaffte aber postwendend das Rebreak und legte in einem Marathon-Game mit 3:2 vor. Wegen vermutlich Krämpfen im Unterarm ließ er sich kurz behandeln, wie wenig später auch am Oberschenkel, brachte damit aber kurioserweise Alcaraz außer Tritt. Nach einem Break zum 4:2 servierte Sinner schließlich gleich bei seinem ersten Satzball zum 6:3 aus. Im vierten Durchgang begegneten einander beide Akteure absolut auf Augenhöhe, daran änderte auch eine mehrminütige Pause wegen eines medizinischen Notfalls auf der Tribüne bei 4:4 nichts.

Alcaraz nutzte in der Folge gleich die erste Chance zum Break zum 6:4 und zog auch im Entscheidungssatz mit Break vorne weg. Diesen Vorteil ließ er sich auch dank einer starken Aufschlagleistung nicht mehr nehmen. Nach 4:09 Stunden war der Sieg im Krimi nach dem dritten Matchball in der Tasche. Und das in der jüngsten Paarung in einem Major-Halbfinale seit jener vom Spanier Rafael Nadal gegen den Schotten Andy Murray 2008 bei den US Open.

In seiner elften Fünf-Satz-Partie holte er zum zehnten Mal einen Sieg. Wie auch schon im US-Open-Viertelfinale 2022 setzte sich Alcaraz in fünf Sätzen gegen Sinner durch, damals war das mit 6:3,6:7(7),6:7(0),7:5,6:3 der Fall gewesen. Vor zwei Jahren war die Entscheidung erst nach 5:15 Stunden gefallen. Die damalige Partie sei noch ärger gewesen, sagte Alcaraz beim Siegerinterview auf dem Platz. „Das heute war aber wahrscheinlich eines meiner bisher härtesten Matches.“ (APA)

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