Leitartikel

Dieser Wahlkampf war eine vertane Chance für Europa

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (im Bild bei einem Wahlkampfaufritt in München) hebelte das Spitzenkandidatenverfahren vor fünf Jahren aus.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (im Bild bei einem Wahlkampfaufritt in München) hebelte das Spitzenkandidatenverfahren vor fünf Jahren aus. AFP / Michaela Stache
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Europa braucht einen Integrations- und Innovationsschub, um in der neuen rauen Welt bestehen zu können. Leider sind im EU-Wahlkampf Zukunftsfragen zu kurz gekommen. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal, wenn es dann nicht schon zu spät ist.

Wenn die Österreicherinnen und Österreicher am Sonntag bei der EU-Wahl ihre Stimme abgeben, denken sie nicht zwangsläufig an Europa. Wie in allen anderen EU-Mitgliedstaaten auch geben meist innenpolitische Motive den Ausschlag. Die einen wollen die Regierung abstrafen, die anderen machen ihr Kreuz aus Gewohnheit bei bestimmten Parteien, und wieder andere entscheiden sich nach einer gedanklichen Karussellfahrt für das geringste Übel im Angebot. Der Autofokus auf den Mikrokosmos direkt vor der Nase ist bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar: Schließlich küren die Bürger und Bürgerinnen in den einzelnen Staaten ihre Abgeordneten – allerdings eben für das EU-Parlament.

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