Psychologie

Wir lernen aus Fehlern? Wenn es doch nur so wäre!

Die Grüne EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling bei einer Diskussionsrunde im Haus der Europäischen Union am Wahlsonntag.
Die Grüne EU-Spitzenkandidatin Lena Schilling bei einer Diskussionsrunde im Haus der Europäischen Union am Wahlsonntag.Reuters
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Nicht nur Wahlverlierer trösten sich damit, dass Scheitern der beste Weg zu künftigem Erfolg sei. Aber tatsächlich überschätzen wir bei anderen diesen pädagogischen Effekt von Niederlagen massiv, wie eine groß angelegte Studie zeigt. In welche Falle tappen wir da?

Lena Schilling verspricht, aus ihren Fehlern im EU-Wahlkampf zu lernen. Die SPÖ will es, die ÖVP will es, alle Wahlverlierer behaupten, es zu wollen, und zwar rasch, denn bis zur Nationalratswahl sind es nur mehr wenige Monate.

Scheitern ist schrecklich, aber es habe doch auch etwas Gutes, reden uns viele weise und ruhmreiche Menschen ein. „Ich bin wieder und wieder gescheitert, und deshalb habe ich Erfolg“, verriet Basketballlegende Michael Jordan. Ein US-Höchstrichter wünschte Hochschulabsolventen „kein Glück“, damit sie etwas fürs Leben zu lernen hätten. Oder etwas derber, vom deutschen Rapper Gzuz: „Man lernt erst laufen, wenn man auf die Schnauze fällt.“ Das klingt tröstlich und motivierend. Aber stimmt es auch? Schätzen wir unsere zweiten Chancen richtig ein?

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