Ostafrika

Malawis Vizepräsident kam bei einem Flugzeugunglück ums Leben

Saulos Chilima (r.) beim Besuch einer öffentlichen Schule in Lilongwe, Malawi.
Saulos Chilima (r.) beim Besuch einer öffentlichen Schule in Lilongwe, Malawi. Imago / Imago Stock&people
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Das Flugzeug wurde seit Montag vermisst. Offenbar gibt es keine Überlebenden, die Maschine wurde vollständig zerstört.

Malawis Vizepräsident Saulos Chilima ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Präsident Lazarus Chakwera teilte am Dienstag mit, das seit Montag vermisste Militärflugzeug mit Chilima und neun weiteren Menschen an Bord sei in einem Waldgebiet nördlich der Hauptstadt Lilongwe gefunden worden. Es gebe keine Überlebenden in der völlig zerstörten Maschine. Chakwera sprach von einer schrecklichen Tragödie und würdigte Chilima als vorbildlichen Politiker und Menschen.

Chilima und seine Begleiter waren Montag früh in Lilongwe gestartet, hatten ihr Ziel aber nie erreicht. Wegen schlechter Wetterbedingungen hatte die Luftkontrollbehörde kurz vor der geplanten Landung eine Rückkehr nach Lilongwe empfohlen. Kurz darauf brach der Kontakt zu den Piloten ab und die Maschine verschwand vom Radar. Die Ursache für den Absturz war am Dienstag noch unklar. „Etwas Schreckliches ist mit diesem Flugzeug fehlgeschlagen“, sagte Staatschef Chakwera, der selbst erst kurz zuvor an Bord der Unglücksmaschine geflogen war.

Auch ehemalige First Lady an Bord

Chilima hatte in Mzuzu, rund 370 Kilometer von Lilongwe entfernt, an der Beerdigung eines ehemaligen Regierungsmitglieds teilnehmen wollen. An Bord der Maschine befand sich auch Shanil Dzimbiri, ehemalige First Lady Malawis.

Der charismatische Chilima war 2014 erstmals zum Vizepräsidenten des südostafrikanischen Landes gewählt worden. Er galt in Malawi als allseits beliebt, insbesondere bei jungen Leuten. Im Jahr 2022 wurde er allerdings während seiner zweiten Amtszeit wegen Korruptionsvorwürfen seines Amtes enthoben und festgenommen. Vergangenen Monate ließ ein Gericht die Vorwürfe fallen und Chilima nahm die Amtsgeschäfte wieder auf. Der 51-Jährige wollte bei den für September 2025 geplanten Wahlen als Präsidentschaftskandidat antreten. (APA)

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