SPÖ

Doskozil schreibt ein Buch: „Ich weiß, dass ich ein Quertreiber-Image habe“

„Vielleicht versteht mich der eine oder andere besser, wenn er dieses Buch gelesen hat“: Hans Peter Doskozil.
„Vielleicht versteht mich der eine oder andere besser, wenn er dieses Buch gelesen hat“: Hans Peter Doskozil.Die Presse, Clemens Fabry
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Just in der Woche nach der Schlappe bei der EU-Wahl kündigt der burgenländische Landeshauptmann ein politisches Buch an: über Korruption, Migration, die SPÖ und „Hausverstand“. Doskozil: „Vielleicht versteht mich der eine oder andere dann besser.“

„Das Kapitel Bundespolitik ist für mich abgeschlossen.“ Das sagte Hans Peter Doskozil vor ziemlich genau einem Jahr, nachdem er als Verlierer aus dem chaotischen Machtkampf um die SPÖ-Führung hervorgegangen war. Ein völliger Rückzug sollte es nicht werden; inhaltlich nicht, weil seine Landesregierung über Verfassungsbeschwerden seither wesentlichen Einfluss auf die bundesweite Gesetzgebung nahm, und auch generell nicht, weil er in bundespolitischen Debatten weiterhin eine Rolle spielt. Von Forderungen nach einer Asyl-Obergrenze bis hin zu Debatten über den Kurs der SPÖ.

Doskozil nach der SPÖ-Schlappe: „Alles Gute für die Wahl“

In einer solchen sorgte der burgenländische Landeshauptmann auch am Tag nach der SPÖ-Schlappe bei der EU-Wahl für Aufregung. Auf die Aussage von Parteichef Andreas Babler, dass sich die SPÖ bei der Wahl „stabilisiert“ habe, entgegnete Doskozil bei einer Pressekonferenz: „Ich sage in diesem Sinne alles Gute für die Nationalratswahl.“ Das Ergebnis bei der EU-Wahl sei „nicht schönzureden“, und nach der Nationalratswahl werde man in der SPÖ „sicher die Debatte führen“, ob Babler der richtige Chef und sein Kurs der richtige sei, so Doskozil.

Nun erklärt er, wie er sich Politik vorstellt – und zwar in Buchform auf voraussichtlich rund 200 Seiten. „Hausverstand. Mein Leben, meine Politik“ heißt das Werk, erscheinen soll es Anfang Juli. Erste Auszüge daraus stellte der frühere Verteidigungsminister am Diens­tag vor.

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