1937 - 2024

Helga Dichand ist gestorben

Die Witwe von „Kronen Zeitung“-Gründer Hans Dichand und Mitgesellschafterin von Österreichs größter Tageszeitung wurde 87 Jahre alt. Ihr gehörten 12,5 Prozent der „Krone“.

Helga Dichand, die Witwe von „Kronen Zeitung“-Gründer Hans Dichand, ist im Alter von 87 Jahre gestorben. Gemeinsam mit Hans Dichand hatte sie drei Kinder: Ihr Sohn Christoph ist seit dem Jahr 2003 als Chefredakteur in der „Krone“ beschäftigt, Michael und Tochter Johanna sind nicht im Medium tätig. Alle vier halten Anteile an dem Kleinformat: Hans Dichands 50-Prozent-Anteil wurde nach dessen Tod zu gleichen Teilen an Helga und die Kinder aufgeteilt, ergibt je 12,5 Prozent Anteil an der „Krone“.

Ihr wurde wiederholt Einfluss attestiert, wenngleich sie sich lieber im Hintergrund hielt. Die Burgenländerin hatte den 16 Jahre älteren Hans Dichand einst bei der „Krone“ kennengelernt, wo sie – so die Erzählung – für das Kinoprogramm zuständig war und eigentlich im Zuge eines Personalabbaus entlassen werden sollte. Nach einem Termin beim „Krone“-Gründer kam es aber nicht dazu und bald darauf heirateten die beiden. Es soll ihr Interesse für den Umwelt- und Tierschutz gewesen sein, das ihren Mann dazu bewog, sich dieser Themen anzunehmen.

Ob Helga Dichand ihre „Krone“-Anteile ihren drei Kindern zu gleichen Teilen vererbt, ist vorerst nicht bekannt. Die übrigen 50 Prozent hält die deutsche Funke-Gruppe, es gibt aber seit Monaten Gespräche über eine Übernahme dieser Anteile. Außerdem geht derzeit ein von den Dichands angestrengtes Schiedsverfahren in eine entscheidende Phase, wie der „Standard“ berichtet. Worum es geht: Funke hat neuerlich die Vorrechte der Dichands in einer Rahmenvereinbarung gekündigt. Die Rahmenvereinbarung sichert den Dichands jährliche Gewinne von rund zehn Millionen Euro unabhängig vom Geschäftsgang, nötigenfalls von den Mitgesellschaftern zu bezahlen. Bisheriger Stand der Entscheidungen: Die Rahmenvereinbarungen sind nicht ohne Kündigung der Gesellschaftsverträge zu beenden, und wer die Gesellschaft aufkündigt, muss die Anteile zum günstigen Buchwert den Mitgesellschaftern verkaufen. (red./APA)

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