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Die EU-Wahlen lassen Anleger lieber in die USA wandern. Experten raten zu diesen zwei Aktien.

In Europa lasten gleich mehrere Umstände auf den Börsen. Derweil brummt in den USA die Wirtschaft. Und mit diesen zwei US-Konzernen lässt sich laut Experten gutes Geld verdienen.

Man hätte meinen können, dass nach der langersehnten Zinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) vor eineinhalb Wochen etwas mehr Freude im Kapitalmarkt aufkommt. Aber erstens war das Ereignis schon lang vorher eingepreist. Und zweitens hat Europa durch den Ausgang der EU-Wahlen einen Dämpfer bekommen. Es ist nicht der generelle Zugewinn rechter Parteien, der die Märkte aufregt. Es ist die Kettenreaktion in Frankreich, wo Präsident Emmanuel Macron kurzfristig eine Neuwahl des Parlaments ausgerufen hat, nachdem sein Bündnis vom rechtspopulistischen und euroskeptischen Rassemblement National (RN) klar geschlagen worden war. Befürchtet wird unter anderem eine protektionistische Wirtschaftspolitik.

Die Ratingagentur S&P sieht sogar Frankreichs Kreditwürdigkeit bedroht. Der Risikoaufschlag, den Anleger für französische Staatsanleihen verlangen, kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren (am italienischen Anleihenmarkt auch, aber etwas weniger). Und der französische Leitindex, CAC 40, gab mehr ab, als er dieses Jahr gewonnen hatte. Vor allem die Banken bluteten.

Das hinterließ in ganz Europa Spuren. Der Euro Stoxx 50 beschloss die Woche mit 4,2 Prozent im Minus. Manche Experten begannen bereits Vergleiche mit der Staatsschuldenkrise zu ziehen, andere mit dem Beginn der Covid-Pandemie. Mit „Anzeichen von Panik im Markt“ fasst Christian Putz, Gründer der Londoner Investmentgesellschaft ARR Investment Partners, im Gespräch mit der „Presse“ die Situation zusammen.

Der lange Zeit gute Lauf der Börsen hat natürlich auch zu einiger Luft im Markt geführt. Dass sie irgendwann raus musste, war klar. Unklar ist, ob es bei der jetzt entwichenen Menge bleiben wird. Zur Situation in Frankreich kommen nämlich noch die angedrohten Strafzölle der EU für chinesische Elektroautos und mögliche Vergeltungsmaßnahmen seitens Chinas.

Nicht ausgeschlossen, dass es hier noch zu einer Einigung kommt – schließlich wird bis 1. Juli verhandelt. Und auch in Frankreich könnte sich herausstellen, dass am Ende nicht so heiß gegessen wie gekocht wird. Aber es kann natürlich auch noch nach unten gehen. Aktuell steht der 100 Punkte umfassende Fear and Greed Index, der die Börsenstimmung bewertet, mit 38 Punkten im Angstbereich (vor einer Woche war er mit 45 Punkten noch gefühlsneutral).

Sichtbar wird die Angst übrigens derzeit mehr in Europa, wo auch die größeren Probleme zu Hause sind. Die US-Börsen halten sich insgesamt besser, obwohl – wie man seit dieser Woche weiß – die US-Notenbank Fed heuer nur noch eine Zinssenkung anpeilt. Die US-Börsen haben mit ihrem Anstieg zwar auch übertrieben, aber immerhin läuft die Wirtschaft blendend.

So richtig Lust auf Zukäufe kommt derzeit nicht auf. Hochstufungen gab es diese Woche trotzdem – unter anderem bei folgenden zwei Aktien.

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