Ukraine

Ukrainische Infrastruktur in Trümmern: »Dann kochen wir eben auf dem Holzofen im Hof«

Kreativ bei Notbeleuchtung: Der Kiewer Künstler Jewhen Klymenko, 29, malt während eines Stromausfalls.
Kreativ bei Notbeleuchtung: Der Kiewer Künstler Jewhen Klymenko, 29, malt während eines Stromausfalls. Reuters/Alina Smutko
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Die russischen Luftangriffe haben die ukrainische Energieinfrastruktur schwer beschädigt. Was in der warmen Jahreszeit nicht so stark spürbar ist, könnte im Winter zur Überlebensfrage werden. Ein Bericht mit Stimmen aus der Hauptstadt Kiew.

Lage ist alles. Dieses Gesetz der Immobilienbranche trifft in Kiew auch auf die Stromversorgung in Kriegszeiten zu. Während viele Viertel nach den schweren russischen Luftangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur regelmäßig von Abschaltungen betroffen sind, spüren manche Straßenzüge die Ausfälle kaum.

Olga Stetsenko und ihre Tochter Alena gehören zu den Glücklichen, die im Kiewer Straßenmeer auf einer Insel leben, auf der es keine Stromarmut gibt. In ihrem Bezirk Petschersk, unweit des Zentrums, liegen zahlreiche Regierungseinrichtungen. Das dürfte auch der Grund sein, warum ihr altehrwürdiger blauer Ziegelbau von den planmäßigen Stromabschaltungen, die mitunter bis zu zwölf Stunden dauern können, ausgenommen ist. „Uns geht es gut, weil uns die Krise nicht direkt betrifft“, erzählt die 37-jährige Olena Stetsenko der „Presse am Sonntag“.

»Für Ukrainer, die umfangreiche Vorräte im Gefrierschrank angelegt haben, sind diese Ausfälle eine Schreckensnachricht.«

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