Mobilität

Salzburger Sensor­fahrrad sammelt Daten zu „Beinahe-Unfällen“

In einer Minute entstehen durch Laser-Scanner, Erschütterungs- und GPS-Messung sowie Kameras sechs bis acht Gigabyte Daten.
In einer Minute entstehen durch Laser-Scanner, Erschütterungs- und GPS-Messung sowie Kameras sechs bis acht Gigabyte Daten.Techno-Z/Konrad Fersterer
  • Drucken

Das ist gerade noch gut gegangen! Ein „sehendes“ Spezial-Bike macht sichtbar, welche Situation als bedrohlich empfunden wird und welche Rolle der Abstand zu Autos, die Radwege und die Verkehrs­dichte spielen.

Fahrradfahren ist nicht ungefährlich: Im Jahr 2023 gab es in Österreich rund 10.200 Verkehrsunfälle, bei denen ein Fahrrad beteiligt war. Während die tatsächlichen Unfälle in die Statistik einfließen, bleiben Situationen, in denen mit viel Glück gerade nichts passiert ist, ungezählt – und auch unbeachtet. Dabei könnten diese Beinaheunfälle beitragen, gefährliche Verkehrssituationen zu entschärfen.

Genau da setzt ein Projekt von Salzburg Research an: Mithilfe eines Sensorfahrrads werden Daten über kritische Verkehrssituationen gesammelt und ausgewertet. „Wir schauen uns in einem ersten Schritt Überholvorgänge im Mischverkehr an“, sagt Moritz Beeking, er ist Data Scientist in der Abteilung Mobility & Transport Analytics des Forschungsinstituts. Ziel ist es, das Risiko für Radfahrende zu minimieren.

Radl ist schlau wie Tom Turbo

Die Daten liefert ein spezielles Sensorfahrrad. Es ist mit sogenannten LiDAR-Sensoren ausgestattet. Das sind Laserscanner, die ständig Abstandsmessungen in 3-D durchführen und Daten sammeln, anhand derer sich die Lage von Objekten im Raum oder Entfernungen exakt bestimmen lassen. Zu den Sensoren kommen Erschütterungs- und GPS-Messungen sowie 2-D-Kameras: Das Fahrrad kann „sehen“.

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.