Quergeschrieben

Warum soll man eigentlich nur Schwerstverbrecher nach Kabul schicken?

Der Streit um die Migrationspolitik nähert sich rasant dem Kipppunkt. Ist der einmal überschritten, wird vieles bisher Undenkbare möglich sein.

Schwerstverbrecher nach Afghanistan abschieben? Kein Problem, tönt es seit Kurzem von deutschen wie österreichischen Sozialdemokraten, einst hypermoralische Vertreter eines bizarren Willkommenskultes. Was gestern noch ekelhafte Ausländerfeindlichkeit übler Rechter war, taucht – getrieben von nackter Überlebensangst – plötzlich im innenpolitischen Menü der Linken auf. Ein peinliches Billigstangebot auf dem Meinungsstrich.

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Aus Gründen der Pietät verbietet es sich, den plötzlich so abschiebegeilen Sozialdemokraten die naheliegende Frage zu stellen, warum eigentlich nur Schwerstverbrecher nach Afghanistan abzuschieben sind und nicht auch ganz normale Schwerverbrecher. Und warum nicht auch einfache Verbrecher? Und wenn deren erzwungene Remigration zulässig wird, warum dann nicht die Rückführung all jener ermöglichen, die zwar nichts verbrochen haben, aber nicht legal nach Österreich oder Deutschland gekommen sind?

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