Artenschutz

Sollen wir Tiere töten, um Tiere zu retten?

Auch das putzige Opossum steht auf der Liste der Tiere, die Neuseeland loswerden will.
Auch das putzige Opossum steht auf der Liste der Tiere, die Neuseeland loswerden will. Getty
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Igel für Reiher, Wiesel für Kiwis: Weltweit werden jedes Jahr Millionen Tiere getötet, um das Aussterben einer anderen Spezies zu verhindern. Was wäre die Alternative?

Pablo Escobar war wahrlich kein Guter. Der mächtigste, reichste und brutalste aller Drogenbarone exportierte nicht nur Kokain aus Kolumbien. Zu seinen kleineren Sünden zählte, exotische Tiere für seinen Privatzoo illegal einzuführen, darunter auch vier Nilpferde. Man ließ sie frei, nachdem die Polizei Escobar 1993 erschossen hatte. Sie ließen sich am Río Magdalena nieder und pflanzten sich prächtig fort. Die heute rund 150 Tiere verdrängen heimische Otter, Kaimane und Schildkröten, indem sie ihnen die Pflanzen wegfressen. Sie verändern auch den Nährstoffgehalt des Flusses, was giftige Algen wuchern lässt und die Fauna unter Wasser vernichtet. Einen Plan, sie wie ihren einstigen Besitzer abzuschießen, vereitelten Tierschützer. Nun sollen sie nach Mexiko und Indien verfrachtet werden – wo sie ähnliches Unheil anrichten könnten.

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